Deutsche Tageszeitung - Studie: Mehr Pumas - weniger Verkehrsunfälle mit Rehen

Studie: Mehr Pumas - weniger Verkehrsunfälle mit Rehen


Studie: Mehr Pumas - weniger Verkehrsunfälle mit Rehen
Studie: Mehr Pumas - weniger Verkehrsunfälle mit Rehen / Foto: © AFP/Archiv

Das Leben inmitten von Pumas könnte die Verkehrssicherheit erhöhen: Einer am Mittwoch in der Fachzeitschrift "Current Biology" veröffentlichten Studie zufolge ist die Zahl der Verkehrsunfälle mit Rehen in Gebieten im US-Bundesstaat Washington, in denen häufig Pumas sind, um bis zu 76 Prozent niedriger als in Gegenden mit wenigen Pumas.

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Der Grund dafür ist laut der Studie nicht, dass die Großkatzen die Rehe fressen, sodass die Bestände ausgedünnt werden. Vielmehr ist es die Angst, die Rehe dazu bringt, Straßen und besiedelte Gebiete zu meiden und ihre nächtlichen Aktivitäten einzuschränken. Es sei ein deutliches Beispiel für den Nutzen, den große Raubtiere für Landschaften bringen würden, die sie mit Menschen teilen, erklärte der Hauptautor der Studie Justin Suraci, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Suraci und seine Studienkollegen fokussierten sich auf die im US-Westküstenstaat Washington gelegene Olympic-Halbinsel, wo Berglöwen seit langem heimisch sind. Sie stützten sich auf Daten, die im Rahmen einer Langzeitstudie der Organisation Panthera zum Schutz von Wildkatzen von 503 Kamerafallen und 59 mit Halsbändern versehenen Pumas gesammelt wurden.

Dort, wo Berglöwen vorkamen, stellten die Forscher fest, dass Rehe tagsüber aktiver waren als nachts, sich mit 15 Prozent geringerer Wahrscheinlichkeit in Gebieten mit hoher Straßendichte aufhielten und mit 86 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit abgelegene Lebensräume fernab von besiedelten Gebieten besiedelten.

Durch die Unterteilung der Halbinsel in ein Raster aus Zellen und den Abgleich mit Daten zu Verkehrsunfällen stellten sie fest, dass die Zahl der Zusammenstöße zwischen Fahrzeugen und Rehen in Gebieten mit hoher Puma-Präsenz um bis zu 76 Prozent niedriger lag als in Gebieten mit niedriger Puma-Präsenz.

Der Leiter des Puma-Programms von Panthera, Mark Elbroch, erklärte gegenüber AFP, die Studie sei angesichts der gravierenden Bedrohungen für Pumas wichtig. Jedes Jahr würden im Westen der USA mehr als 1000 Tiere von staatlichen Wildtierbehörden getötet, um auf Angriffe auf Nutztiere zu reagieren.

(M.Dylatov--DTZ)

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