Deutsche Tageszeitung - Studie: Klimawandel verdoppelt Wahrscheinlichkeit für Waldbrände in Kanada

Studie: Klimawandel verdoppelt Wahrscheinlichkeit für Waldbrände in Kanada


Studie: Klimawandel verdoppelt Wahrscheinlichkeit für Waldbrände in Kanada
Studie: Klimawandel verdoppelt Wahrscheinlichkeit für Waldbrände in Kanada / Foto: © AFP/Archiv

Der menschengemachte Klimawandel hat die Wahrscheinlichkeit für die Waldbrände in Kanada in diesem Jahr Forschern zufolge etwa verdoppelt. Die höhere Erdtemperatur sorge für Hitze, Dürre und eine "durstige" Atmosphäre, die den Boden schneller austrocknet - das sogenannte Feuerwetter, heißt es einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Die Waldbrände zerstörten in diesem Jahr bereits große Flächen in mehreren Teilen des Landes.

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Die Forscher der Gruppe World Weather Attribution (WWA) verglichen für ihre Studie die tatsächlichen heutigen Bedingungen mit einer theoretischen Welt ohne den menschengemachten Klimawandel, in der die Erde 1,4 Grad Celsius kühler wäre. Sie konzentrierten sich auf die Wochen und Monate, in denen das "Feuerwetter" in der Provinz Ontario und im Nordwesten des Landes am heftigsten war.

"Feuerwetter wie in diesem Jahr ist im heutigen Klima keine Seltenheit mehr", befanden die Forscher. Solche extremen Wetterbedingungen werden der Studie zufolge im Nordwesten des Landes künftig alle zwei bis sechs Jahre, in der Provinz Ontario um Toronto alle sechs bis 15 Jahre erwartet. Zum Vergleich: Ohne den Klimawandel würden die Bedingungen im Schnitt alle 40 Jahre auftreten.

"Die Waldbrände, die wir seit 2023 in Kanada sehen, haben ein ganz anderes Ausmaß und eine ganz andere Intensität", erklärte der leitende Studienautor Theodore Keeping. Die Ausbreitung der Brände sei "beängstigend", fügte er hinzu. Bessere Vorsorge und Anpassung reichten nicht aus. "Wir müssen uns schnell von fossilen Energien verabschieden, um zu verhindern, dass solche Ereignisse noch mehr zur Realität werden."

In Kanada verbrannten in diesem Jahr bislang mehr als 3,8 Millionen Hektar. Tausende Menschen wurden evakuiert.

(P.Tomczyk--DTZ)

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