Deutsche Tageszeitung - Entwicklungsministerin Alabali Radovan will in Indonesien neue Energie-Kooperationen anstoßen

Entwicklungsministerin Alabali Radovan will in Indonesien neue Energie-Kooperationen anstoßen


Entwicklungsministerin Alabali Radovan will in Indonesien neue Energie-Kooperationen anstoßen
Entwicklungsministerin Alabali Radovan will in Indonesien neue Energie-Kooperationen anstoßen / Foto: © AFP/Archiv

Bei einer Reise nach Indonesien will Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen deutschen und indonesischen Unternehmen verbessern. Ein Schwerpunkt sei die Kooperation beim Ausbau erneuerbarer Energien und einer "sozial gerechten Energiewende" in der größten Volkswirtschaft Südostasiens, teilte die Ministerin am Montag mit. Ziel sei auch, deutschen Firmen einen besseren Marktzugang in dem viertbevölkerungsreichsten Land der Welt zu verschaffen.

Textgröße ändern:

Indonesien sei eines von neun neuen "Fokusländern", bei der das Ministerium die deutsche Wirtschaft "besonders eng" beteilige, erklärte Alabali Radovan weiter. Die Kooperation bei erneuerbaren Energien "schützt das Klima, schafft neue Jobs vor Ort und eröffnet deutschen Unternehmen zusätzliche Chancen", erklärte sie.

Im Rahmen des Besuchs will Alabali Radovan die von Indonesiens Regierung ausgerichtete und von Deutschland unterstützte Messe "Indonesia Sustainable Energy Week" miteröffnen. Außerdem will sie Standorte deutscher Unternehmen wie Bayer und Siemens besichtigen. Desweiteren sind Treffen mit mehreren Ministern geplant. Begleitet wird die Ministerin von einer Wirtschaftsdelegation.

Alabali Radovan erklärte, nach dem jüngsten Erdbeben in Indonesien seien ihre Gedanken bei den Hinterbliebenen und Angehörigen der Toten und Verletzten. Die indonesische Insel Flores war am Samstag von einem Erdbeben der Stärke 7,7 erschüttert worden. Laut Behörden kamen 54 Menschen ums Leben. Hunderte Gebäude wurden beschädigt, tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. In Indonesien kommt es häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Brand in Belgien: Eifel-Ort Monschau hofft auf Entspannung der Lage durch Regen

Nach der Evakuierung von Teilen des Eifel-Ortes Monschau in Nordrhein-Westfalen wegen des Brandes im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn hofft die Stadt auf eine Besserung der Lage durch Regen. "Im Moment regnet es. Wir erwarten, dass sich die Situation entspannt", sagte Andrea Compes von der Stadtverwaltung der Nachrichtenagentur AFP am Montagmorgen. "Wir hoffen auf eine positive Wendung".

AfD sieht keinen Zusammenhang zwischen Waldbränden und Klimawandel

Die AfD-Bundestagsfraktion hat eine politische Instrumentalisierung der aktuellen Waldbrände beklagt. Der klimapolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Karsten Hilse, bestritt am Sonntag einen Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und den sich häufenden Waldbränden. "Im Gegensatz zum Klimawandel sind Waldbrände zu 99 Prozent menschengemacht, meist durch fahrlässige Brandstiftung", sagte Hilse der Nachrichtenagentur AFP in Berlin.

Linke erwarten Scheitern des SPD-Projekts für Hitzeschutz im Grundgesetz

Die Linke erwartet ein Scheitern des SPD-Vorstoßes für eine Verankerung des Hitzeschutzes im Grundgesetz. Es sei "bereits jetzt absehbar, dass sich die SPD mit ihrer mehr als halbherzigen Forderung bei ihrem Kahlschlag-Koalitionspartner CDU nicht wird durchsetzen können", sagte der klimapolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Fabian Fahl, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin.

Waldbrand im belgischen Hohen Venn: Feuer breitet sich vor deutscher Grenze aus

Etwa anderthalb Kilometer von der deutschen Grenze entfernt hat sich der Waldbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn rasant ausgebreitet. Innerhalb von 24 Stunden habe sich die verbrannte Fläche auf fast 3000 Hektar verdoppelt, teilten die Behörden am Sonntag mit. Die nahegelegene deutsche Stadt Monschau ging zunächst aber nicht davon aus, dass die Flammen über die Grenze übergreifen. Auch in anderen europäischen Ländern waren hunderte Feuerwehrleute im Einsatz.

Textgröße ändern: