UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan zieht Zwischenbilanz bei Artenschutz-Zusagen
In der armenischen Hauptstadt Eriwan beginnt am Montag die 17. UN-Konferenz zur Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD). Bei der sogenannten COP17 beraten Vertreter aus fast 200 Staaten zwei Wochen lang über Maßnahmen gegen den rasanten Rückgang der Biodiversität, die auch für den Klimaschutz eine wichtige Rolle spielt. Das Treffen in Eriwan soll für eine erste Bestandsaufnahme des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal genutzt werden.
Die Vereinbarung von 2022 besteht aus 23 Verpflichtungen der knapp 200 Staaten, darunter die Zusage, bis 2030 umweltschädliche Subventionen etwa für fossile Energieträger wie Erdöl weltweit um mindestens 500 Milliarden Dollar (445 Milliarden Euro) zu verringern. UN-Generalsekretär António Guterres warnte, Subventionen für fossile Energieträger kämen angesichts deren klimaschädlicher Wirkung "der Subventionierung von Suizid" gleich. Die internationale Gemeinschaft hinkt laut einem von Guterres vorgestellten Bericht derzeit in fast allen Punkten der Kunming-Montreal-Vereinbarung hinterher.
(W.Uljanov--DTZ)