Deutsche Tageszeitung - UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan zieht Zwischenbilanz bei Artenschutz-Zusagen

UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan zieht Zwischenbilanz bei Artenschutz-Zusagen


UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan zieht Zwischenbilanz bei Artenschutz-Zusagen
UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan zieht Zwischenbilanz bei Artenschutz-Zusagen / Foto: © AFP/Archiv

In der armenischen Hauptstadt Eriwan beginnt am Montag die 17. UN-Konferenz zur Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD). Bei der sogenannten COP17 beraten Vertreter aus fast 200 Staaten zwei Wochen lang über Maßnahmen gegen den rasanten Rückgang der Biodiversität, die auch für den Klimaschutz eine wichtige Rolle spielt. Das Treffen in Eriwan soll für eine erste Bestandsaufnahme des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal genutzt werden.

Textgröße ändern:

Die Vereinbarung von 2022 besteht aus 23 Verpflichtungen der knapp 200 Staaten, darunter die Zusage, bis 2030 umweltschädliche Subventionen etwa für fossile Energieträger wie Erdöl weltweit um mindestens 500 Milliarden Dollar (445 Milliarden Euro) zu verringern. UN-Generalsekretär António Guterres warnte, Subventionen für fossile Energieträger kämen angesichts deren klimaschädlicher Wirkung "der Subventionierung von Suizid" gleich. Die internationale Gemeinschaft hinkt laut einem von Guterres vorgestellten Bericht derzeit in fast allen Punkten der Kunming-Montreal-Vereinbarung hinterher.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Heftige Zusammenstöße bei Protesttag in Frankreich - 166 Festnahmen

Begleitet von heftigen Zusammenstößen mit Sicherheitskräften sind in Frankreich am Samstag zehntausende Menschen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem auf die Straße gegangen. Aus dem Umfeld von Innenminister Laurent Nuñez lagen am Mittag Zahlen vor, wonach an Kundgebungen und Protestaktionen außerhalb von Paris mehr als 32.000 Demonstrierende teilnahmen. In mehreren Städten gab es gewaltsame Auseinandersetzungen; bis zum Mittag wurden 166 Menschen festgenommen.

SPD-Ministerpräsident Lies verteidigt Abschwächung von Verbrenner-Aus

Der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) hat die deutsch-französische Vereinbarung zur Abschwächung des EU-Verbots für neue Verbrenner-Fahrzeuge verteidigt. Dies sei "kein Festhalten am Verbrenner", sagte Lies am Samstag im Deutschlandfunk. Für die deutsche Automobilindustrie werde der Wandel in Richtung E-Mobilität aber umsetzbar. Denn sie müsse auch "das nötige Geld verdienen, um die Transformation zu finanzieren" und Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern.

Brände in Indonesien: Höchste Alarmstufe in Südostasien wegen giftiger Rauchwolken

Wegen giftiger Rauchwolken durch anhaltende Waldbrände in Indonesien hat das regionale Klimaüberwachungszentrum für Teile Südostasiens die höchste Alarmstufe ausgelöst. Für die südliche Region der sogenannten Asean-Staaten gelte Alarmstufe Drei, erklärte das Meteorologische Zentrum in Singapur (ASMC) am Samstag. Das nahe dem Flughafen Changi gelegene Zentrum verwendet ein vierstufiges Alarmsystem von Null bis Drei, wobei die höchste Stufe ausgelöst wird, wenn ein "hohes Risiko durch schweren grenzüberschreitenden Dunst" besteht. Ähnliche Warnungen erfolgten in diesem Jahr bereits Ende August und Ende März.

Abholzung in Brasiliens Amazonasgebiet auf niedrigstem Stand seit fast 40 Jahren

Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet ist auf den niedrigsten Stand seit fast vier Jahrzehnten gesunken. Zwischen August 2025 und Juli 2026 wurden 3335 Quadratkilometer Wald gerodet, wie aus am Freitag veröffentlichten offiziellen Statistiken hervorgeht. Das stellt einen Rückgang von fast 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar und ist der niedrigste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1988.

Textgröße ändern: