Deutsche Tageszeitung - UN-Biodiversitätskonferenz einigt sich bei mehreren zentralen Themen

UN-Biodiversitätskonferenz einigt sich bei mehreren zentralen Themen


UN-Biodiversitätskonferenz einigt sich bei mehreren zentralen Themen
UN-Biodiversitätskonferenz einigt sich bei mehreren zentralen Themen / Foto: © AFP

Bei der Weltnaturkonferenz zur biologischen Vielfalt (COP17) in der armenischen Hauptstadt Eriwan haben die rund 200 Teilnehmerstaaten nach langen Verhandlungen bei zentralen Themen eine Einigung erzielt. Nach dem ursprünglich geplanten Ende der Konferenz am Freitag gab es Applaus, als die entsprechenden Dokumente verabschiedet wurden. "Das war’s. Perfekt", sagte der COP17-Präsident und armenische Umweltminister Hambardzum Matevosyan.

Textgröße ändern:

Details zu den Dokumenten lagen zunächst nicht vor. Bei der 17. UN-Konferenz zur Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) berieten die Teilnehmer über Maßnahmen gegen den rasanten Rückgang der Biodiversität, die auch für den Klimaschutz eine wichtige Rolle spielt.

Zuvor hatten die Mitgliedstaaten in einem schwierigen Endspurt um eine Vereinbarung gerungen. Differenzen gab es unter anderem zu umweltschädlichen Subventionen wie etwa für fossile Energieträger, zur Finanzierung von Biodiversität und zu einer Beteiligung von Unternehmen an der Finanzierung von Umweltschutzmaßnahmen.

Die UN-Konferenz hatte vor knapp zwei Wochen begonnen. Das Treffen in Eriwan sollte unter anderem für eine erste Bestandsaufnahme des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal genutzt werden. Die Vereinbarung von 2022 besteht aus 23 Verpflichtungen der knapp 200 Staaten, darunter die Zusage, bis 2030 umweltschädliche Subventionen etwa für fossile Energieträger wie Erdöl weltweit um mindestens 500 Milliarden Dollar (448 Milliarden Euro) zu verringern. Die internationale Gemeinschaft hinkt laut einem von UN-Generalsekretär António Guterres vorgestellten Bericht aber in fast allen Punkten der Kunming-Montreal-Vereinbarung hinterher.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Region Ulm scheidet aus der engeren Endlagersuche aus

Region Ulm scheidet aus der engeren Endlagersuche aus. Die Region Ulm ist aus der Suche nach einem potenziellen Standort für ein Atommüllendlager ausgeschieden.

Fünf Bundesländer scheiden aus der Suche nach einem Atommüllendlager aus

Fünf Bundesländer scheiden aus der Suche nach einem Atommüllendlager aus. Peine (dpa) - Die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Berlin, Sachsen und das Saarland sind nicht mehr Teil der laufenden Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll.

Suche nach atomarem Endlager: Nur fünf Prozent der Bundesfläche geeignet

Bei der Suche nach einem Standort für ein Atommüll-Endlager in Deutschland kommen weniger als fünf Prozent des Bundesgebietes in Frage. Das ist das Ergebnis eines am Dienstag veröffentlichten Zwischenberichts der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in Peine. Demnach befinden sich die weiter in Betracht kommenden Gebiete sowohl im Süden als auch Osten sowie Norden und Nordwesten der Bundesrepublik. Im Jahr 2025 war noch etwa ein Viertel der Fläche Deutschlands im Rennen.

Bis zu drei Grad heißer: EU-Kommission dringt auf Anpassung an den Klimawandel

Angesichts der Aussicht auf einen weltweit kaum aufzuhaltenden Temperaturanstieg dringt die EU-Kommission auf eine Vorbereitung auf Dürren, Hitzewellen und Überschwemmungen. Nationale Regierungen, Länder und Kommunen sollten in Zukunft "in allen großen Politikbereichen" auf die Anpassung an den Klimawandel achten, forderte die Kommission am Dienstag. Die Bemühungen um einen geringeren Treibhausgasausstoß reichten nicht mehr aus.

Textgröße ändern: