Deutsche Tageszeitung - Erstmals seit mehr als 30 Jahren Schneesturm-Alarm für Los Angeles ausgerufen

Erstmals seit mehr als 30 Jahren Schneesturm-Alarm für Los Angeles ausgerufen


Erstmals seit mehr als 30 Jahren Schneesturm-Alarm für Los Angeles ausgerufen
Erstmals seit mehr als 30 Jahren Schneesturm-Alarm für Los Angeles ausgerufen / Foto: © AFP

Inmitten heftiger Schneestürme in weiten Teilen der USA ist erstmals seit mehr als 30 Jahren auch für Los Angeles ein Blizzard-Alarm ausgerufen worden. Auf den Hügeln rund um die Metropole im US-Bundesstaat Kalifornien könnten am Freitag bis zu zwei Meter Schnee fallen, warnte der US-Wetterdienst NWS. Es würden "extrem gefährliche Bedingungen" erwartet.

Textgröße ändern:

Es ist das erste Mal seit 1989, das für Los Angeles ein Schneesturm-Alarm ausgerufen wurde. Eigentlich sind die Bewohner der kalifornischen Küstenmetropole das ganze Jahr lang Sonne und angenehme Temperaturen gewöhnt.

Weite Teile des Westens der USA sowie der Norden des Landes leiden bereits seit Mittwoch unter schweren Schneestürmen. Am Donnerstagabend waren in den betroffenen Gebieten nach Angaben der Energieversorger mehr als 900.000 Häuser ohne Strom. Unzählige Straßen waren gesperrt, an den Flughäfen vielen hunderte Flüge aus. US-Medienberichten zufolge starb ein freiwilliger Feuerwehrmann im Bundesstaat Michigan beim Absturz eines Stromkabels.

An der Ostküste der USA wurde im nördlichen Teil ebenfalls mit Schneestürmen gerechnet. Weiter südlich dagegen herrschte am Donnerstag eine ungewöhnliche Hitze. Sowohl in Washington als auch in Baltimore wurden dabei nach Angaben des lokalen Wetterdienstes neue Temperaturrekorde für diesen Februar-Tag aufgestellt. In der US-Hauptstadt seien beispielsweise 27 Grad gemessen worden.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Weniger Sterbefälle in drittem Quartal - Vorübergehender Anstieg in heißen Wochen

Die Zahl der Sterbefälle in Deutschland ist im dritten Quartal dieses Jahres im Vergleich zu den Vorjahren gesunken. Insgesamt starben von Juli bis September 3000 Menschen weniger als im Jahresmittel von 2022 bis 2025, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Fünf Tote durch Hurrikan "Simon" und Sturm "Rachel" in Mexiko

Bei schweren Überschwemmungen durch die Wirbelstürme "Simon" und "Rachel" sind an der mexikanischen Pazifikküste mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Durch Tropensturm "Rachel" starben vier Mitglieder einer Familie, darunter zwei Kinder, wie die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Baja California am Montag (Ortszeit) erklärte. Fünf weitere Menschen würden noch vermisst, 32 Menschen seien mit Hubschraubern gerettet worden.

Hurrikan "Simon" ändert Kurs und dürfte Mexiko verschonen

Der Hurrikan "Simon" hat seinen Kurs geändert und dürfte nach Angaben der Experten Mexiko verschonen. Laut Daten von Aufklärungsflugzeugen bewegte sich der Wirbelsturm zuletzt langsamer voran und sollte sich der mexikanischen Westküste am Montag bis auf maximal 15 Kilometer nähern. Dennoch drohten den Küstengebieten nach Angaben des Wetterdienstes weiter starker Wind, hohe Wellen und extreme Regenfälle.

EU-Klimadienst Copernicus: Neuer Temperaturrekord im Pazifik durch El Niño

Das derzeit herrschende Klimaphänomen El Niño hat die Wassertemperaturen im Pazifik noch vor seinem erwarteten Höhepunkt im Dezember auf Rekordniveau aufgeheizt: In einer Referenz-Messregion im Pazifik namens Niño 3.4 erreichte die Temperatur des Oberflächenwassers im September ein "Allzeithoch" von 29,7 Grad Celsius, wie der EU-Klimadienst Copernicus am Montag mitteilte. Auch weltweit waren die Meere so warm wie nie zu vor.

Textgröße ändern: