Deutsche Tageszeitung - Mindestens sechs Tote bei schweren Stürmen in den USA

Mindestens sechs Tote bei schweren Stürmen in den USA


Mindestens sechs Tote bei schweren Stürmen in den USA
Mindestens sechs Tote bei schweren Stürmen in den USA / Foto: © HANDOUT/AFP

In den USA sind beim Durchzug eines Tornados und weiterer schwerer Stürme mindestens sechs Menschen getötet worden. Der Tornado fegte am Freitag über den südlichen Bundesstaat Arkansas hinweg und hinterließ nach Behördenangaben "weitreichende Schäden". Auch in Illinois und Indiana sorgten Unwetter für Verwüstungen. Der Nationale Wetterdienst (NWS) sprach Tornado-Warnungen für Teile der Bundesstaaten Tennessee, Kentucky, Illinois und Iowa aus.

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Rund 78.000 Menschen in Arkansas waren der Website Poweroutage.us zufolge am späten Freitagabend (Ortszeit) ohne Strom. In der Ortschaft Wynne seien bei einem Tornado zwei Menschen getötet worden, sagte Gouverneurin Sarah Huckabee Sanders. Sie sprach im Onlindienst Twitter von "weitreichenden Schäden" im Zentrum von Arkansas.

Der Landkreis Pulaski, in dem mit Little Rock die Hauptstadt des Bundesstaates liegt, bestätigte seinerseits einen dritten Todesfall. Der Stadtverwaltung von Little Rock sprach von rund 30 Menschen, die verletzt in Krankenhäuser eingeliefert werden mussten. Gouverneurin Sanders rief den Katastrophenfall für Arkansas aus.

Augenzeugin Lara Farrar sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einer ungefähr 500 Meter breiten "Schneise der Zerstörung" durch den Tornado in Little Rock. An einigen Gebäuden seien die Dächer "vollständig weggerissen" worden. Außerhalb dieses Bereichs sei es aber nur zu kleineren Schäden gekommen.

Die Journalistin teilte Bilder von entwurzelten Bäumen und Häusern, deren Wände teilweise weggerissen worden waren. Sie sei "vollkommen schockiert" von den Schäden in Little Rock, sagte Farrar.

Im nördlichen Bundesstaat Illinois kam es am Freitagabend zu einem Unglück in einer Konzerthalle: Infolge schwerer Stürme stürzte in der westlich von Chicago gelegenen Kleinstadt Belvidere während eines Heavy-Metal-Konzerts infolge schwerer Stürme ein Teil des Dachs ein. Dem örtlichen Feuerwehrchef Shawn Schadle zufolge kam ein Mensch ums Leben, 28 weitere wurden verletzt. Fünf davon seien mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Fernsehbilder zeigten Rettungskräfte, die verletzte Konzertgänger auf Tragen aus dem Gebäude schafften. Videos in Onlinemedien zeigten zum Teil hüfthohe Schuttberge im Zuschauerraum sowie ein klaffendes Loch im Dach.

Im Nachbarstaat Indiana sprach die Polizei gegenüber dem Fernsehsender WTHI von zwei Toten nach dem Durchzug eines Sturms in Sullivan County. Auf Fotos des Senders im Onlinedienst Twitter waren umgeknickte Telefonmasten, zertrümmerte Häuser und von Schutt übersähte Straßen zu sehen.

Tornados sind schwer vorherzusagen. In den USA kommen sie relativ häufig vor, insbesondere im Zentrum und im Süden des Landes. Am vergangenen Wochenende hatte ein Wirbelsturm im an Arkansas grenzenden Bundesstaat Mississippi insbesondere in der Ortschaft Rolling Fork massive Schäden angerichtet. Im Dezember 2021 waren bei Tornados im Bundesstaat Kentucky rund 80 Menschen gestorben.

(V.Varonivska--DTZ)

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