Deutsche Tageszeitung - Auch Medikamente brauchen Hitzeschutz 

Auch Medikamente brauchen Hitzeschutz 


Auch Medikamente brauchen Hitzeschutz 
Auch Medikamente brauchen Hitzeschutz  / Foto: © AFP/Archiv

Weil sich an heißen Tagen die Wirkung von Medikamenten auf den Körper verändern kann, muss unter Umständen die Dosierung angepasst werden. Einige Antibiotika sowie entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen können zu erhöhtem Sonnenbrandrisiko, Lichtempfindlichkeit oder Hautausschlag führen, wie die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) am Dienstag in Hannover mitteilte.

Textgröße ändern:

Besondere Vorsicht ist demnach bei Medikamenten gegen Bluthochdruck oder bei Entwässerungstabletten geboten. Da Hitze die blutdrucksenkende und entwässernde Wirkung der Tabletten verstärke, müsse ihre Dosierung in Absprache mit dem behandelnden Arzt im Sommer oft geändert werden. Ansonsten könne es bei Betroffenen schnell zu Schwindel und akuten Kreislaufproblemen kommen.

Auch die Medikamente selbst brauchen an heißen Tagen einen Hitzeschutz. Besonders hitzeempfindlich sind flüssige oder weiche Medikamente wie Zäpfchen, Salben und Säfte, ebenso wie Wirkstoffpflaster und Sprays. Auch bei Tabletten und Dragees kann die Wirkstoffkonzentration abnehmen, wenn sie über längere Zeit Hitze ausgesetzt sind.

Generell sollten Arzneimittel kühl und trocken, idealerweise bei Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad, gelagert werden. Wird es in der Wohnung über einen längeren Zeitraum wärmer, können Medikamente vorübergehend in den Kühlschrank gelegt werden. Allerdings sind viele Arzneimittel nicht nur wärme-, sondern auch kälteempfindlich. Deshalb sollten Patienten unbedingt den Beipackzettel lesen oder sich in der Apotheke beraten lassen.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Weniger Sterbefälle in drittem Quartal - Vorübergehender Anstieg in heißen Wochen

Die Zahl der Sterbefälle in Deutschland ist im dritten Quartal dieses Jahres im Vergleich zu den Vorjahren gesunken. Insgesamt starben von Juli bis September 3000 Menschen weniger als im Jahresmittel von 2022 bis 2025, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Fünf Tote durch Hurrikan "Simon" und Sturm "Rachel" in Mexiko

Bei schweren Überschwemmungen durch die Wirbelstürme "Simon" und "Rachel" sind an der mexikanischen Pazifikküste mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Durch Tropensturm "Rachel" starben vier Mitglieder einer Familie, darunter zwei Kinder, wie die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Baja California am Montag (Ortszeit) erklärte. Fünf weitere Menschen würden noch vermisst, 32 Menschen seien mit Hubschraubern gerettet worden.

Hurrikan "Simon" ändert Kurs und dürfte Mexiko verschonen

Der Hurrikan "Simon" hat seinen Kurs geändert und dürfte nach Angaben der Experten Mexiko verschonen. Laut Daten von Aufklärungsflugzeugen bewegte sich der Wirbelsturm zuletzt langsamer voran und sollte sich der mexikanischen Westküste am Montag bis auf maximal 15 Kilometer nähern. Dennoch drohten den Küstengebieten nach Angaben des Wetterdienstes weiter starker Wind, hohe Wellen und extreme Regenfälle.

EU-Klimadienst Copernicus: Neuer Temperaturrekord im Pazifik durch El Niño

Das derzeit herrschende Klimaphänomen El Niño hat die Wassertemperaturen im Pazifik noch vor seinem erwarteten Höhepunkt im Dezember auf Rekordniveau aufgeheizt: In einer Referenz-Messregion im Pazifik namens Niño 3.4 erreichte die Temperatur des Oberflächenwassers im September ein "Allzeithoch" von 29,7 Grad Celsius, wie der EU-Klimadienst Copernicus am Montag mitteilte. Auch weltweit waren die Meere so warm wie nie zu vor.

Textgröße ändern: