Deutsche Tageszeitung - Erneut mindestens zehn Tote durch Überschwemmungen in der Nähe von Peking

Erneut mindestens zehn Tote durch Überschwemmungen in der Nähe von Peking


Erneut mindestens zehn Tote durch Überschwemmungen in der Nähe von Peking
Erneut mindestens zehn Tote durch Überschwemmungen in der Nähe von Peking / Foto: © AFP

Bei schweren Überschwemmungen im Nordosten Chinas sind in der Nähe von Peking erneut zehn Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden veröffentlichten am Samstag eine Bilanz für die Stadt Baoding rund 150 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Peking. Damit stieg die Zahl der Todesopfer in der Region infolge der schweren Überschwemmungen auf insgesamt mindestens 30.

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In der Stadt Boading mit ihren rund 11,5 Millionen Einwohnern wurden den Behörden zufolge 18 Menschen noch vermisst, mehr als 600.000 Menschen wurden evakuiert.

Sintflutartige Regenfälle infolge des vorherigen Taifuns "Doksuri" trafen zuletzt vor allem die Hauptstadt Peking und die umliegende Provinz Hebei. Der Starkregen ging am Samstag auch in Regionen an der Grenze zu Russland und Nordkorea nieder.

In Peking wurde die Warnung für die Bevölkerung wegen der Risiken etwa durch Erdrutsche aufrecht erhalten. Die Aufräumarbeiten in der Region liefen weiter, nachdem durch die Überschwemmungen ganze Bezirke überflutet und Infrastruktur zerstört worden waren.

China war in den vergangenen Monaten schwer von Naturkatastrophen getroffen worden, darunter große Hitze und Dürre, vor allem aber extreme Niederschläge. Dabei kamen allein im vergangenen Monat nach offiziellen Angaben 147 Menschen ums Leben oder wurden vermisst gemeldet, davon 142 infolge von Überschwemmungen oder Erdrutschen.

In der Stadt Zhouzhou in der Provinz Hebei verwandelten sich Einkaufsstraßen in Flüsse mit braunem Wasser. Auch die Felder in der Gegend standen komplett unter Wasser. Die Überschwemmungen erstreckten sich kilometerweit. Rettungskräfte brachten nach AFP-Informationen Nudeln, Brot und Trinkwasser zu den Betroffenen, die ihre Häuser nicht verlassen konnten oder wollten.

Nach Angaben des chinesischen Wetterdienstes waren es in Peking die heftigsten Regenfälle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 140 Jahren.

Millionen Menschen mussten in den vergangenen Wochen weltweit unter Extremwetterereignissen wie Hitzewellen oder Überschwemmungen leiden. Wissenschaftler führen die zunehmenden Extremwetterereignisse auf den Klimawandel zurück.

(M.Dorokhin--DTZ)

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