Deutsche Tageszeitung - Wieder ein Temperaturrekord: Vergangener Monat wärmster Februar überhaupt

Wieder ein Temperaturrekord: Vergangener Monat wärmster Februar überhaupt


Wieder ein Temperaturrekord: Vergangener Monat wärmster Februar überhaupt
Wieder ein Temperaturrekord: Vergangener Monat wärmster Februar überhaupt / Foto: © AFP

Der vergangene Monat war global der wärmste Februar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Damit sei bereits den neunten Monat in Folge ein weltweiter Temperaturrekord erreicht worden, teilte das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus am Donnerstag mit. Durch den fortschreitenden Klimawandel bewege sich die Erde in "unbekanntes Terrain" mit nie da gewesenen Herausforderungen.

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Laut den Copernicus-Messungen war der Februar dieses Jahr 1,77 Grad wärmer als im Durchschnitt in den Jahren 1850 bis 1900. Insbesondere in der ersten Monatshälfte seien die Temperaturen "außergewöhnlich hoch" gewesen: Demnach lag an vier Tagen in Folge die globale Durchschnittstemperatur sogar zwei Grad über dem vorindustriellen Durchschnitt.

Dies sei der längste jemals registrierte Zeitraum mit globalen Durchschnittstemperaturen von zwei Grad über dem vorindustriellen Niveau gewesen, erklärte der Direktor des Copernicus-Klimawandeldienstes (C3S), Carlo Buontempo. Die Aufzeichnungen der weltweiten Wetterdaten reichten zwar nur bis in die 1940er Jahre zurück, angesichts anderer wissenschaftlicher Erkenntnisse sei aber davon auszugehen, dass "unsere Zivilisation noch nie mit einem solchen Klima zurechtkommen musste".

Die Copernicus-Messungen ergaben für Februar 2024 außerdem ein Allzeithoch der Temperaturen an der Meeresoberfläche. Mit gut 21 Grad Ende des Monats seien die Meeresoberflächen noch wärmer gewesen als beim bisherigen Höchststand im August 2023, teilte der Erdbeobachtungsdienst mit. Wärmere Ozeane führen zu einer höheren Luftfeuchtigkeit und zunehmenden Wetterextremen wie starkem Wind und heftigen Regenfällen.

Zu den gegenwärtigen hohen Temperaturen trägt auch das Wetterphänomen El Niño bei, das zu einer Erwärmung der Meeresoberfläche im südlichen Pazifik führt. Laut Buontempo dürfte El Niño zu Beginn des Sommers nachlassen. Der Übergang zum kühlenden Wetterphänomen La Niña könnte sich nach Einschätzung des C3S-Direktors schneller vollziehen als bislang angenommen. Dies könne verhindern, dass die Rekordwärme von 2023 dieses Jahr noch übertroffen wird.

Im Pariser Klimaabkommen von 2015 hatte die internationale Gemeinschaft vereinbart, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst aber auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Angesichts des fortschreitenden Klimawandels gerät dieses Ziel immer mehr außer Reichweite. Eine Folge des Klimawandels ist, dass Extremwetterereignisse wie Hitzewellen und Stürme in ihrer Häufigkeit und Intensität zunehmen.

(I.Beryonev--DTZ)

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