Deutsche Tageszeitung - Steinmeier fordert mehr Engagement für den Klimaschutz

Steinmeier fordert mehr Engagement für den Klimaschutz


Steinmeier fordert mehr Engagement für den Klimaschutz
Steinmeier fordert mehr Engagement für den Klimaschutz / Foto: © AFP

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat auch angesichts zunehmender Naturkatastrophen mehr Engagement für den Klimaschutz gefordert. "Wenn wir jetzt im Kampf gegen die Erderwärmung nachlassen, dann gefährden wir Menschenleben, vor allem in den Ländern des Südens, aber auch bei uns", sagte er am Dienstag in Berlin. Dort eröffnete Steinmeier die "Woche der Umwelt".

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"Dass wir keine Zeit zu verlieren haben, das zeigen allein die Katastrophen dieser Wochen", sagte Steinmeier. Als Beispiele nannte der Bundespräsident verheerende Regenfälle in Südbrasilien, Gewitter und Wirbelstürme in den USA und auch "schwere Überschwemmungen im Saarland und jetzt ganz aktuell in Bayern und Baden-Württemberg". Steinmeier betonte: "Die Klimakrise ist da, sie wütet an vielen Orten unserer Erde, und die Schäden, die sie verursacht, kosten uns schon jetzt allein in Deutschland Milliarden."

Den meisten Menschen hierzulande sei das bewusst. Aber trotz der verbreiteten Einsicht, "dass wir dringend umdenken und umsteuern müssen, ist von einer breiten demokratischen Bewegung für den Klimaschutz im Augenblick jedenfalls weniger zu spüren". Viele Menschen fühlten sich angesichts der großen Krisen und Umbrüche überfordert, erschöpft und ohnmächtig, sagte der Bundespräsident.

Doch gerade jetzt gehe es darum, "möglichst viele von diesen Menschen für den demokratischen Kampf gegen die Erderwärmung zu gewinnen". Appelle allein reichten da nicht aus. Steinmeier forderte die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft auf, überzeugende Wege aufzuzeigen, wie die Klimaziele in den kommenden Jahren zu erreichen seien.

"Sie müssen noch besser erklären, was sie tun, warum sie es tun", mahnte das Staatsoberhaupt. "Und sie müssen vor allen Dingen sichtbare Erfolge erzielen, um glaubwürdig zu bleiben und Vertrauen zurückzugewinnen."

Zur Wahrheit gehöre aber auch, "der ökologische Umbau verlangt uns allen etwas ab". Klimafreundliche Technologien seien kein Freibrief dafür, einfach so weiterzumachen wie bisher. "Deshalb brauchen wir ökologisch aufgeklärte Bürgerinnen und Bürger." Diese müssten eine Politik des Umbaus aktiv unterstützen, sagte Steinmeier.

"Denn das Gute ist ja: Jede und jeder kann sofort loslegen und ökologisch verantwortungsvoll handeln." Der Bundespräsident rief die Zuhörerinnen und Zuhörer auf, den Klima- und Artenschutz hierzulande "zu einer wirklich gemeinsamen Sache" zu machen.

Die "Woche der Umwelt" findet auf Einladung von Steinmeier und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) am Dienstag und Mittwoch im Park von Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten, statt. Rund 190 Ausstellende aus unter anderem Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft präsentieren dort ihre Lösungen zum Schutz der Umwelt.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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