Deutsche Tageszeitung - Blitzeinschläge verursachten 2023 so viele Kosten wie seit 20 Jahren nicht

Blitzeinschläge verursachten 2023 so viele Kosten wie seit 20 Jahren nicht


Blitzeinschläge verursachten 2023 so viele Kosten wie seit 20 Jahren nicht
Blitzeinschläge verursachten 2023 so viele Kosten wie seit 20 Jahren nicht / Foto: © AFP/Archiv

Schäden durch Blitzeinschläge haben im vergangenen Jahr so viele Kosten verursacht wie seit 20 Jahren nicht mehr. "Die Versicherer leisteten insgesamt rund 330 Millionen Euro für 220.000 Blitz- und Überspannungsschäden", erklärte die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Gesamtverband der Versicherer (GDV), Anja Käfer-Rohrbach am Donnerstag in Berlin. Demnach stieg die Zahl der Schäden verglichen mit dem Vorjahr um 50.000 an, die Kosten lagen um 80 Millionen Euro höher.

Textgröße ändern:

Die durchschnittliche Höhe der Schäden erreichte mit 1460 Euro ein Rekordhoch seit Beginn der Statistik im Jahr 1988, erklärte der GDV. Im Jahr 2022 lag er mit 1420 Euro allerdings nur knapp darunter. "Der Grund für den hohen Schadendurchschnitt ist, dass die Gebäude und Häuser technisch immer besser ausgestattet sind", erklärte Käfer-Rohrbach.

Typische Blitzschäden sind den Versicherern zufolge zerstörte Dachflächen sowie Überspannungsschäden, wie verschmorte Steckdosen, defekte Computer oder Telefonanlagen, aber auch Schäden an der Haustechnik, wie etwa an der Heizungssteuerung oder der Heizungsanlage. Im August war demnach die Gefahr eines Blitzeinschlags dem GDV zufolge am höchsten.

Schäden am Dach, Mauerwerk oder auch Überspannungsschäden an fest eingebauten Installationen übernimmt nach einem Blitzeinschlag die Wohngebäudeversicherung. Schäden an beweglichem Eigentum in der Wohnung oder im Haus zahlt den Angaben zufolge die Hausratversicherung. Dazu zählen etwa Computer, Fernseher oder andere technische Geräte.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

ADAC warnt vor zusätzlichen Milliardenkosten durch Winterschäden an Straßen

Der Automobilclub ADAC rechnet mit zusätzlichen Milliardenschäden an deutschen Straßen durch die wiederkehrenden Wintereinbrüche. Vor allem der häufige Wechsel von Plus- und Minusgraden während der vorangegangenen Wochen schädige Fahrbahnen und lasse neue Schlaglöcher entstehen, erklärte der ADAC am Sonntag in München. Die Winterschäden seien nach seiner Einschätzung größer als in den vorigen Jahren und könnten "in die Milliarden gehen". Insbesondere kommunale Straßen seien betroffen.

Verkehrsprobleme durch Eisregen - Flughafen Berlin-Brandenburg zeitweise lahmgelegt

Weite Teile Deutschlands kämpfen weiter mit Eis und Schnee. Gefrierender Regen sorgte am Freitag für massive Verkehrsprobleme in einem breiten Streifen von der mecklenburg-vorpommerschen Ostseeküste bis nach Berlin. Am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) waren nach Betreiberangaben wegen extremer Glätte über Stunden keine Starts und Landungen möglich, der Flugbetrieb lief erst am Freitagmittag wieder an. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ereigneten sich teils tödliche Autounfälle.

Weiter große Probleme durch Eisregen - Flughafen Berlin-Brandenburg lahmgelegt

Große Teile Deutschlands kämpfen weiter mit Schnee und Eis. Gefrierender Regen sorgte am Freitag für erhebliche Probleme in einem breiten Streifen von der mecklenburg-vorpommerschen Ostseeküste bis nach Berlin. Am Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg (BER) waren nach Betreiberangaben zunächst keine Starts und Landungen möglich, der Flugbetrieb sollte voraussichtlich erst am Mittag wieder aufgenommen werden.

Weiter große Probleme durch Eisregen - Flughafen Berlin-Brandenburg steht still

Gefrierender Regen sorgt weiterhin für erhebliche Probleme in Teilen Ostdeutschlands. Am Freitagmorgen galten entsprechende Unwetterwarnungen des Wetterdienstes für einen breiten Streifen von der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern bis nach Berlin. Am Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg (BER) waren nach Betreiberangaben auch am Freitag zunächst keine Starts und Landung wegen der Wetterbedingungen möglich.

Textgröße ändern: