Deutsche Tageszeitung - Weißes Haus: Trump kündigt erneuten Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen an

Weißes Haus: Trump kündigt erneuten Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen an


Weißes Haus: Trump kündigt erneuten Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen an
Weißes Haus: Trump kündigt erneuten Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen an / Foto: © AFP/Archiv

US-Präsident Donald Trump hat kurz nach seinem Amtsantritt den erneuten Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Pariser Klimaabkommen angekündigt. "Präsident Trump wird sich aus dem Pariser Klimaabkommen zurückziehen", teilte das Weiße Haus am Montag kurz nach Trumps Vereidigung in Washington mit. Außer den Vereinigten Staaten ist bislang kein anderes Land aus dem 2015 vereinbarten Paris-Abkommen ausgetreten. Weltweit gibt es nicht einmal eine Handvoll Länder, die sich nicht zu dem wegweisenden Klimaschutzabkommen bekennen.

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Trump hatte bereits wenige Monate nach Beginn seiner ersten Amtszeit im Juni 2017 das Ausscheren aus dem Paris-Abkommen verfügt. Wegen der damals noch geltenden langen Übergangsfrist trat seine Entscheidung allerdings erst am 4. November 2020 in Kraft - einen Tag bevor sich Trump zur Wiederwahl stellte und gegen den Demokraten Joe Biden verlor. Dieser verfügte noch am Tag seines Amtsantritt im Januar 2021, dass die USA dem Paris-Abkommen wieder beitreten.

Nun will Trump dem Austritt erneut verfügen. Nach der formalen Übermittlung der Entscheidung gilt aber eine einjährige Frist, bis sie in Kraft tritt.

Das Pariser Klimaabkommen sieht eine Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad und möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter vor. Dazu sollen die weltweiten Treibhausgasemissionen schnell gesenkt werden, um Mitte des Jahrhunderts Klimaneutralität zu erreichen. Fossile Energieträger wie Erdöl sollen dann praktisch nicht mehr nutzbar sein.

Trump will jedoch die Ausbeutung der Öl- und Gasvorkommen seines Landes massiv ausweiten. In seiner Antrittsrede am Montag nach seiner Vereidigung im Kapitol in Washington wiederholte er seinen darauf verweisenden Wahlkampfslogan "Drill, Baby, drill" (Bohr, Baby, bohr) und kündigte die Ausrufung des nationalen Energie-Notstands sowie die Rücknahme zahlreicher Klimaschutzmaßnahmen seines Vorgängers Biden an.

Für die internationalen Klimaschutzbemühungen ist Trumps Entscheidung ein Rückschlag. Denn die USA sind die größte Volkswirtschaft und der zweitgrößte Treibhausgasemittent weltweit.

Der neue US-Präsident zweifelt wissenschaftliche Erkenntnisse zum menschengemachten Klimawandel an. Die fortschreitende Erderwärmung führt zu häufigeren und intensiveren Extremwetter-Ereignissen wie Stürmen und Waldbränden wie zuletzt die verheerenden Feuer rund um Los Angeles.

(I.Beryonev--DTZ)

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