Deutsche Tageszeitung - Regen und Sturm in Südspanien: Mindestens eine Tote

Regen und Sturm in Südspanien: Mindestens eine Tote


Regen und Sturm in Südspanien: Mindestens eine Tote
Regen und Sturm in Südspanien: Mindestens eine Tote / Foto: © AFP

Beim Durchzug des Sturms "Laurence" mit heftigen Regenfällen ist in Südspanien eine Frau ums Leben gekommen. Ihr Mann werde noch vermisst, teilten die Behörden am Abend mit. Das Auto des Paares war demnach in der Provinz Sevilla von Wassermassen fortgerissen und am Dienstagmorgen leer entdeckt worden.

Textgröße ändern:

Der Wagen sei an einer Straße in der Gemeinde La Puebla de los Infantes rund 85 Kilometer nordöstlich von Sevilla auf dem Dach liegend gefunden worden, erklärte eine Behördensprecherin. Später wurde dann die Leiche der Frau entdeckt.

Wegen Regenfällen, Wind und starkem Wellengang wurden in mehreren Provinzen im Süden, Südosten und im Zentrum des Landes am Dienstag die Alarmstufen gelb und orange verhängt.

"Wir bleiben unter Einfluss eines atlantischen Tiefdruckgebiets", erklärte die nationale Meteorologiebehörde Aemet. Das Tief bringe "ergiebige Regenfälle". Ab Donnerstag werde der Sturm "Martin" für Regen und heftigen Wind sorgen.

In der Region Murcia konnten dem örtlichen Rettungsdienst zufolge neun in ihren Fahrzeugen eingeschlossene Menschen gerettet werden.

Den zweiten Tag in Folge sorgten die Regenfälle für erhebliche Störungen im Straßen- und Zugverkehr. Nach fast drei Wochen ununterbrochener Regenfälle im ganzen Land sind auch die Pegel von Bächen und Flüssen angestiegen.

Die Niederschläge der vergangenen Wochen sind im Begriff, der starken Trockenheit im Spanien in den Jahren 2021 bis 2024 ein Ende zu setzen.

Die Wasserreserven stiegen auf knapp 65,8 Prozent an, während sie vor einem Jahr bei 56,8 Prozent lagen. In den vergangenen zehn Jahren betrugen sie um diese Jahreszeit im Schnitt 59,1 Prozent.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Vorverhandlungen zu UN-Klimagipfel auf Fidschi-Inseln begonnen

Auf den Fidschi-Inseln haben am Montag die Vorverhandlungen zum bevorstehenden UN-Klimagipfel in der Türkei begonnen. Fidschis Klimaministerin Lynda Tabuya forderte die Industrieländer zu Beginn der Beratungen in der Stadt Nadi eindringlich auf, einen "gerechten Übergang" zu erneuerbaren Energien zu unterstützen. Sie sollten den Ländern helfen, die am stärksten von den Folgen der globalen Erwärmung betroffen sind, sagte sie Journalisten.

Copernicus: Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

"Katastrophales Jahr": Schweizer Gletscher verloren 2026 mehr als fünf Prozent Eis

Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben den Gletschern in der Schweiz laut einer Studie in diesem Jahr massiv zugesetzt - und damit die anhaltende Gletscherschmelze weiter vorangetrieben. Die Gletscher in der Alpenrepublik verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Das Jahr 2026 verzeichnete demnach den zweitstärksten Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen.

Deutscher Wetterdienst: September außergewöhnlich warm und sonnig

Nach dem Hitzesommer ist auch der September außergewöhnlich warm und sonnig ausgefallen. Vor allem das Monatsende war deutlich wärmer als üblich, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Offenbach mitteilte. Sommerliche Temperaturen wechselten sich mit herbstlich frischen Nächten und Tagen ab. Insgesamt war der erste Herbstmonat im Jahr 2026 ungewöhnlich warm und vor allem im Süden außergewöhnlich sonnig.

Textgröße ändern: