Deutsche Tageszeitung - 2100 Euro Geldstrafe für Klimaaktivist wegen Farbattacke auf Hamburger Rathaus

2100 Euro Geldstrafe für Klimaaktivist wegen Farbattacke auf Hamburger Rathaus


2100 Euro Geldstrafe für Klimaaktivist wegen Farbattacke auf Hamburger Rathaus
2100 Euro Geldstrafe für Klimaaktivist wegen Farbattacke auf Hamburger Rathaus / Foto: © AFP/Archiv

Wegen einer Farbattacke auf das Hamburger Rathaus ist ein Klimaaktivist am Montag zu einer Geldstrafe von 2100 Euro verurteilt worden. Ein Amtsgericht sprach den Mann nach Angaben einer Gerichtssprecherin der gemeinschädlichen Sachbeschädigung schuldig. Dieser gestand die Tat vom März 2023 demnach. Gemeinsam mit einem weiteren Aktivisten hatte der Angeklagte mit einem Feuerlöscher orangene Farbe auf den Eingang und die Fassade des Hamburger Rathauses gesprüht.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Gerichtssprecherin übernahm der wegen Sachbeschädigungen im Zusammenhang mit Klimaprotesten bereits vorbestrafte Beschuldigte vor Gericht die Verantwortung. Er sei sich im Nachhinein aber nicht sicher, ob die Aktion der richtige Weg für Protest gewesen sei, sagte er demnach.

Der Vorsitzende Richter äußerte laut Gerichtsangaben Verständnis für die Motivation des Angeklagten. Gleichwohl sei dieser zu verurteilen, betonte er. Die Attacke sei ein falsches Mittel und nicht geeignet, dem Klimawandel zu begegnen.

Zu der Hauptverhandlung kam es, weil der Mann Einspruch gegen einen Strafbefehl mit einer etwas niedrigeren Geldstrafe eingelegt hatte. Dieser war in Abwesenheit verhängt worden, nachdem er nicht vor Gericht erschienen war.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Dritter Tag mit Temperaturrekord in Folge - Hitzewelle in Deutschland geht zuende

Die Hitzewelle in Deutschland hat am Wochenende neue Hitzerekorde gebracht - mittlerweile ist aber eine spürbare Abkühlung in Sicht. Am Sonntag wurde mit 41,7 Grad den dritten Tag in Folge eine neue Höchsttemperatur gemessen. Vielerorts waren Rettungskräfte und Feuerwehr im Dauereinsatz. Am Abend sollen die Temperaturen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes verbunden mit Gewittern dann allmählich sinken.

Neue Hitzekorde in Deutschland - Abkühlung aber in Sicht

Die Hitzewelle in Deutschland hat am Wochenende neue Hitzerekorde gebracht - mittlerweile ist aber eine spürbare Abkühlung in Sicht. Am Samstag wurde vom Deutschen Wetterdienst (DWD) mit 41,5 Grad Celsius in Drewitz in Sachsen-Anhalt die höchste Tagestemperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen, in der Nacht zu Sonntag im sächsischen Kubschütz mit 29,4 Grad die höchste nächtliche Mindesttemperatur. Ab Sonntagabend sollten verbunden mit Gewittern die Temperaturen allmählich abkühlen.

Neuer nächtlicher Temperaturrekord: 29,4 Grad in Sachsen gemessen

Die Hitzewelle in Deutschland hat zu einem neuen nächtlichen Temperaturrekord geführt. In Kubschütz im ostsächsischen Kreis Bautzen sank das Thermometer in der Nacht zu Sonntag nicht unter 29,4 Grad Celsius, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte.

Grünen-Fraktionschefin Dröge fordert Sofortprogramm für Klimaanlagen

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat angesichts der Hitzewelle in Deutschland ein Sofortprogramm für mehr Klimaanlagen in öffentlichen Einrichtungen gefordert. "Deutschland braucht ein Abkühl-Sofortprogramm, um Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen zu klimatisieren", sagte Dröge der "Bild am Sonntag (BamS)".

Textgröße ändern: