Deutsche Tageszeitung - Umweltminister Schneider will mit Extremsegler Herrmann für Meeresschutz werben

Umweltminister Schneider will mit Extremsegler Herrmann für Meeresschutz werben


Umweltminister Schneider will mit Extremsegler Herrmann für Meeresschutz werben
Umweltminister Schneider will mit Extremsegler Herrmann für Meeresschutz werben / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) will zum Auftakt der UN-Ozeankonferenz in Nizza gemeinsam mit dem Extremsegler Boris Herrmann für mehr Meeresschutz werben. Schneider nehme gemeinsam mit Herrmann an der Jungfernfahrt des Forschungsschiffs "Malizia Explorer" am Sonntag teil, sagte eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums am Freitag in Berlin. Ziel sei es, "gemeinsam auf das wichtige Thema Ozeanschutz und Meeeresforschung aufmerksam zu machen".

Textgröße ändern:

Herrmann hatte im Januar nach 80 Tagen auf See die Einhandregatta Vendee Globe beendet. Der engagierte Segler war 2019 mit der Klimaschützerin Greta Thunberg zum UN-Klimagipfel nach New York gesegelt.

Das Forschungsschiff "Malizia Explorer" hatte seine Schiffstaufe am Freitag in Monaco. Das etwa 25 Meter lange Schiff soll dabei helfen, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ozeane zu erforschen. Neben der "Malizia Explorer" wird während der UN-Konferenz auch das deutsche Forschungsschiff "Meteor" in Nizza vor Anker liegen.

Schneider leitet die deutsche Delegation auf der am Montag beginnenden UN-Ozeankonferenz im südfranzösischen Nizza. Dazu werden Vertreter von 130 Staaten erwartet. Neben einer bereits weitgehend ausgehandelten Erklärung zum Schutz der Ozeane sollen die Staaten eine Liste von Selbstverpflichtungen vorlegen.

Der Umweltminister will mehrere Maßnahmen vorstellen, um den Schutz der Meere voranzutreiben, etwa den Einsatz gegen Plastikmüll, das Werben für eine "vorläufige Pause" beim Tiefseebergbau und die Einrichtung von Meeresschutzgebieten auf Hoher See. Deutschland will außerdem sein Programm zur Bergung und Vernichtung von Altmunition aus den beiden Weltkriegen in der Nord- und Ostsee vorstellen.

Das alle vier Jahre stattfindende Treffen gilt als wichtigster internationaler Gipfel für den Meeresschutz. Wegen des Klimawandels und der Vermüllung sind die Ozeane derzeit in einem schlechten Zustand.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Weniger Sterbefälle in drittem Quartal - Vorübergehender Anstieg in heißen Wochen

Die Zahl der Sterbefälle in Deutschland ist im dritten Quartal dieses Jahres im Vergleich zu den Vorjahren gesunken. Insgesamt starben von Juli bis September 3000 Menschen weniger als im Jahresmittel von 2022 bis 2025, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Fünf Tote durch Hurrikan "Simon" und Sturm "Rachel" in Mexiko

Bei schweren Überschwemmungen durch die Wirbelstürme "Simon" und "Rachel" sind an der mexikanischen Pazifikküste mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Durch Tropensturm "Rachel" starben vier Mitglieder einer Familie, darunter zwei Kinder, wie die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Baja California am Montag (Ortszeit) erklärte. Fünf weitere Menschen würden noch vermisst, 32 Menschen seien mit Hubschraubern gerettet worden.

Hurrikan "Simon" ändert Kurs und dürfte Mexiko verschonen

Der Hurrikan "Simon" hat seinen Kurs geändert und dürfte nach Angaben der Experten Mexiko verschonen. Laut Daten von Aufklärungsflugzeugen bewegte sich der Wirbelsturm zuletzt langsamer voran und sollte sich der mexikanischen Westküste am Montag bis auf maximal 15 Kilometer nähern. Dennoch drohten den Küstengebieten nach Angaben des Wetterdienstes weiter starker Wind, hohe Wellen und extreme Regenfälle.

EU-Klimadienst Copernicus: Neuer Temperaturrekord im Pazifik durch El Niño

Das derzeit herrschende Klimaphänomen El Niño hat die Wassertemperaturen im Pazifik noch vor seinem erwarteten Höhepunkt im Dezember auf Rekordniveau aufgeheizt: In einer Referenz-Messregion im Pazifik namens Niño 3.4 erreichte die Temperatur des Oberflächenwassers im September ein "Allzeithoch" von 29,7 Grad Celsius, wie der EU-Klimadienst Copernicus am Montag mitteilte. Auch weltweit waren die Meere so warm wie nie zu vor.

Textgröße ändern: