Deutsche Tageszeitung - Klimaaktivisten bemalen Fregatte der Marine: Polizeieinsatz bei Kieler Woche

Klimaaktivisten bemalen Fregatte der Marine: Polizeieinsatz bei Kieler Woche


Klimaaktivisten bemalen Fregatte der Marine: Polizeieinsatz bei Kieler Woche
Klimaaktivisten bemalen Fregatte der Marine: Polizeieinsatz bei Kieler Woche / Foto: © AFP/Archiv

Klimaaktivisten haben während der Kieler Woche eine Fregatte der Bundeswehr mit Sprühkreide bemalt. Wie die Polizei in der schleswig-holsteinischen Hauptstadt am Sonntag mitteilte, drangen sie am Samstag mit mehreren kleinen Booten über das Wasser in den Marinestützpunkt Kiel-Wik ein. Polizisten nahmen sie vorläufig fest, beschlagnahmten Boote und leiteten Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten ein. Eine Gruppe namens "No Peace. No Climate Justice" bekannte sich zu der Aktion.

Textgröße ändern:

Wie die Gruppe in einer über das Internet verbreiteten Erklärung mitteilte, nutzte sie dafür Kanus und Kajaks und wollte gegen "Militarisierung und Aufrüstung" sowie für "Klimagerechtigkeit" protestieren. Dabei sei die Fregatte "Bayern" mit "auffälliger Farbe" markiert worden. Weitere Aktivisten besetzten den Angaben zufolge Bäume vor dem Marinestützpunkt.

Die Kieler Woche ist ein großes jährliches Volksfest entlang der Förde in Kiel, das ursprünglich auf eine Segelregatta zurückgeht und traditionell einen großen maritimen Anteil hat. Auch Marineschiffe beteiligen sich am Rahmenprogramm, die deutsche Marine betreibt einen wichtigen Stützpunkt im Stadtteil Wik. Dort können während der Kieler Woche unter anderem Schiffe besichtigt werden. Auch ausländische Marineschiffe kommen dafür zu Besuch.

Nach Polizeiangaben kamen die Aktivisten nach den polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß. Sie erhielten Platzverweise für die Kieler Woche. Angaben zur Anzahl der Protestierenden machten weder die Beamten noch die Gruppe selbst.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

ADAC warnt vor zusätzlichen Milliardenkosten durch Winterschäden an Straßen

Der Automobilclub ADAC rechnet mit zusätzlichen Milliardenschäden an deutschen Straßen durch die wiederkehrenden Wintereinbrüche. Vor allem der häufige Wechsel von Plus- und Minusgraden während der vorangegangenen Wochen schädige Fahrbahnen und lasse neue Schlaglöcher entstehen, erklärte der ADAC am Sonntag in München. Die Winterschäden seien nach seiner Einschätzung größer als in den vorigen Jahren und könnten "in die Milliarden gehen". Insbesondere kommunale Straßen seien betroffen.

Verkehrsprobleme durch Eisregen - Flughafen Berlin-Brandenburg zeitweise lahmgelegt

Weite Teile Deutschlands kämpfen weiter mit Eis und Schnee. Gefrierender Regen sorgte am Freitag für massive Verkehrsprobleme in einem breiten Streifen von der mecklenburg-vorpommerschen Ostseeküste bis nach Berlin. Am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) waren nach Betreiberangaben wegen extremer Glätte über Stunden keine Starts und Landungen möglich, der Flugbetrieb lief erst am Freitagmittag wieder an. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ereigneten sich teils tödliche Autounfälle.

Weiter große Probleme durch Eisregen - Flughafen Berlin-Brandenburg lahmgelegt

Große Teile Deutschlands kämpfen weiter mit Schnee und Eis. Gefrierender Regen sorgte am Freitag für erhebliche Probleme in einem breiten Streifen von der mecklenburg-vorpommerschen Ostseeküste bis nach Berlin. Am Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg (BER) waren nach Betreiberangaben zunächst keine Starts und Landungen möglich, der Flugbetrieb sollte voraussichtlich erst am Mittag wieder aufgenommen werden.

Weiter große Probleme durch Eisregen - Flughafen Berlin-Brandenburg steht still

Gefrierender Regen sorgt weiterhin für erhebliche Probleme in Teilen Ostdeutschlands. Am Freitagmorgen galten entsprechende Unwetterwarnungen des Wetterdienstes für einen breiten Streifen von der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern bis nach Berlin. Am Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg (BER) waren nach Betreiberangaben auch am Freitag zunächst keine Starts und Landung wegen der Wetterbedingungen möglich.

Textgröße ändern: