Deutsche Tageszeitung - Starker Wind facht Waldbrände im Westen der Türkei an

Starker Wind facht Waldbrände im Westen der Türkei an


Starker Wind facht Waldbrände im Westen der Türkei an
Starker Wind facht Waldbrände im Westen der Türkei an / Foto: © AFP/Archiv

Im Westen der Türkei sind in der Nacht zum Donnerstag zwei Waldbrände ausgebrochen. Starker Wind erschwerte die Brandbekämpfung in der Provinz, wie die türkische Forstverwaltung im Onlinedienst X mitteilte. Die Bewohner aus mindestens fünf Bezirken wurden demnach vorsorglich in Sicherheit gebracht.

Textgröße ändern:

In Cesme, etwa 80 Kilometer westlich der Stadt Izmir, seien mehrere Gebäude sowie Strom- und Telefonkabel beschädigt worden, berichtete der Sender NTV. Aus der Gegend mit vielen Bauernhöfen wurden demnach zahlreiche Tiere evakuiert. Die wichtigste Straße zwischen Cesme und Izmir wurde über gesperrt, berichtete der Sender. Am Donnerstag durften dort zivile Fahrzeuge aus Sicherheitsgründen weiter nicht fahren.

Zwei Flugzeuge und sechs Hubschrauber seien im Kampf gegen die Flammen im Einsatz, hieß es in dem Bericht weiter. Der Provinzgouverneur Süleyman Elban teilte unter Berufung auf Zeugen und Techniker mit, dass das Feuer offenbar durch ein Stromkabel ausgelöst worden sei.

Bei einem zweiten Waldbrand in Ödemis, etwa hundert Kilometer östlich von Izmir, kämpften laut Medienberichten zwei Löschflugzeuge und neun Hubschrauber gegen die Flammen. Mehrere Häuser wurden beschädigt und es gab weitere Evakuierungen.

Seit Freitag hatte es landesweit Berichte über hunderte, durch starke Winde angeheizte, Feuer gegeben. Am Montag waren nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde mehr als 50.000 Menschen, mehrheitlich aus der Region Izmir, evakuiert worden.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Weniger Sterbefälle in drittem Quartal - Vorübergehender Anstieg in heißen Wochen

Die Zahl der Sterbefälle in Deutschland ist im dritten Quartal dieses Jahres im Vergleich zu den Vorjahren gesunken. Insgesamt starben von Juli bis September 3000 Menschen weniger als im Jahresmittel von 2022 bis 2025, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Fünf Tote durch Hurrikan "Simon" und Sturm "Rachel" in Mexiko

Bei schweren Überschwemmungen durch die Wirbelstürme "Simon" und "Rachel" sind an der mexikanischen Pazifikküste mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Durch Tropensturm "Rachel" starben vier Mitglieder einer Familie, darunter zwei Kinder, wie die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Baja California am Montag (Ortszeit) erklärte. Fünf weitere Menschen würden noch vermisst, 32 Menschen seien mit Hubschraubern gerettet worden.

Hurrikan "Simon" ändert Kurs und dürfte Mexiko verschonen

Der Hurrikan "Simon" hat seinen Kurs geändert und dürfte nach Angaben der Experten Mexiko verschonen. Laut Daten von Aufklärungsflugzeugen bewegte sich der Wirbelsturm zuletzt langsamer voran und sollte sich der mexikanischen Westküste am Montag bis auf maximal 15 Kilometer nähern. Dennoch drohten den Küstengebieten nach Angaben des Wetterdienstes weiter starker Wind, hohe Wellen und extreme Regenfälle.

EU-Klimadienst Copernicus: Neuer Temperaturrekord im Pazifik durch El Niño

Das derzeit herrschende Klimaphänomen El Niño hat die Wassertemperaturen im Pazifik noch vor seinem erwarteten Höhepunkt im Dezember auf Rekordniveau aufgeheizt: In einer Referenz-Messregion im Pazifik namens Niño 3.4 erreichte die Temperatur des Oberflächenwassers im September ein "Allzeithoch" von 29,7 Grad Celsius, wie der EU-Klimadienst Copernicus am Montag mitteilte. Auch weltweit waren die Meere so warm wie nie zu vor.

Textgröße ändern: