Deutsche Tageszeitung - EU-Umweltagentur fordert mehr Nachhaltigkeit und bessere Klimaanpassung

EU-Umweltagentur fordert mehr Nachhaltigkeit und bessere Klimaanpassung


EU-Umweltagentur fordert mehr Nachhaltigkeit und bessere Klimaanpassung
EU-Umweltagentur fordert mehr Nachhaltigkeit und bessere Klimaanpassung / Foto: © AFP/Archiv

Die EU-Umweltagentur (EEA) hat die Mitgliedsstaaten zu mehr Entschlossenheit beim Naturschutz und der Anpassung an den Klimawandel aufgerufen. Zwar seien "bedeutende Fortschritte" bei der Verringerung von Treibhausgasemissionen und Luftverschmutzung gemacht worden, die EU-Mitgliedsstaaten müssten jedoch "die Umsetzung der bereits im Rahmen des Europäischen Green Deals vereinbarten politischen Maßnahmen und längerfristigen Schritte zur Förderung der Nachhaltigkeit vorantreiben", erklärte die EEA in ihrem am Montag veröffentlichten jüngsten Bericht.

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"Der Gesamtzustand der Umwelt in Europa ist nicht gut", hieß es von der EEA weiter. Die Natur des Kontinents sei "weiterhin von Zerstörung, Übernutzung und Verlust der biologischen Vielfalt betroffen". Der EEA-Bericht beruht nach Angaben der Autoren auf Daten aus 38 europäischen Staaten.

Insbesondere verwies die EEA auf zunehmende Wasserknappheit und die übermäßige Nutzung von Böden. Etwa 81 Prozent der geschützten Lebensräume befänden sich in einem schlechten oder sehr schlechten Zustand, 60 bis 70 Prozent der Böden seien degradiert und 62 Prozent der Gewässer in keinem guten ökologischen Zustand. Der Klimawandel verschärfe die Wasserknappheit. Es sei jedoch möglich, durch bessere politische Steuerung, technologische Innovationen, Wasserwiederverwendung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit bis zu 40 Prozent des Wasserverbrauchs in der Landwirtschaft, der Wasserversorgung und der Energieerzeugung einzusparen.

Eine wachsende Herausforderung stellten auch indirekte Auswirkungen des Klimawandels dar, wie etwa Schäden an Gebäuden oder Infrastruktureinrichtungen durch Extremwetter. So verweist die EEA darauf, dass 19 Prozent der Europäerinnen und Europäer bei Hitze nicht in der Lage seien, in ihren Wohnungen eine angenehme Temperatur aufrechtzuerhalten.

Auch die finanziellen Auswirkungen von Extremwetterereignissen nahmen dem EEA-Bericht zufolge zu. So seien die damit verbundenen jährlichen durchschnittlichen wirtschaftlichen Einbußen zwischen 2020 und 2023 um das Zweieinhalbfache größer gewesen als zwischen 2010 und 2019. Allein die Überflutungen in Slowenien im Jahr 2023 hätten Schäden im Umfang von 16 Prozent des nationalen Bruttoinlandsprodukts verursacht.

Deutlich positiver sind die EEA-Daten zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Luftverschmutzung. Zwischen 2005 und 2022 seien die Todesfälle im Zusammenhang mit Feinstaub in der Atemluft um 45 Prozent gesunken.

(U.Beriyev--DTZ)

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