Deutsche Tageszeitung - Trotz Flaute zu Jahresbeginn: Erneuerbare dank Solarstrom weiter im Aufwind

Trotz Flaute zu Jahresbeginn: Erneuerbare dank Solarstrom weiter im Aufwind


Trotz Flaute zu Jahresbeginn: Erneuerbare dank Solarstrom weiter im Aufwind
Trotz Flaute zu Jahresbeginn: Erneuerbare dank Solarstrom weiter im Aufwind / Foto: © AFP/Archiv

Trotz des ungewohnt windschwachen Jahresauftakts zeichnet sich beim Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch ein weiterer Zuwachs ab. Mehr Solarstrom und mehr Windstrom in den Sommermonaten konnten die zunächst rückläufige Produktion ausgleichen, wie aus am Dienstag veröffentlichten Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervorgeht. Bei günstigen Windbedingungen im Herbst wird demnach auf Jahressicht ein weiterer Anstieg des Ernbeuerbarenanteils gegenüber 2024 erwartet.

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In den ersten drei Quartalen 2025 deckten Erneuerbare laut den vorläufigen Berechnungen von ZSW und BDEW rund 57 Prozent des Bruttostromverbrauchs und erreichten damit in etwa das Niveau des Vorjahreszeitraums. Dabei hatte es zu Jahresbeginn noch einen deutlichen Einbruch gegeben, vor allem wegen ungünstiger Witterungsbedinungen für die Windkraft, insbesondere in den windschwachen Monaten Februar und März.

Inzwischen sei das schwache erste Quartal jedoch kompensiert worden, erklärten ZSW und BDEW. Demnach legte die Erzeugung von Solarstrom in den ersten neun Monaten dieses Jahres um knapp ein Viertel (plus 24 Prozent) gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Grund sei "der starke Zubau von Photovoltaik-Anlagen im Jahr 2024, der in diesem Jahr voll zum Tragen kommt ebenso wie die weiterhin hohe Dynamik des Zubaus in diesem Jahr". Wind an Land blieb hingegen mit einem Minus von zwölf Prozent hinter den ersten drei Quartalen 2024 zurück, Wind auf See um acht Prozent.

Der Zubau von Windrädern an Land habe im Jahr 2025 jedoch "deutlich Fahrt aufgenommen", teilten ZSW und BDEW weiter mit. "Die Zahlen zeigen, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien zuletzt spürbar an Dynamik gewonnen hat", erklärte BDEW-Chefin Kerstin Andreae. "Sollten im Herbst, wie für die Jahreszeit üblich, günstige Windbedingungen herrschen, können wir auf Jahressicht von einem Anstieg des Anteils an Erneuerbaren Energien gegenüber 2024 ausgehen."

ZSW-Chef Frithjof Staiß hob hervor, dass der Ausbau der Erneuerbaren weiter zunehmen müsse - denn nur diese böten "dauerhaft die notwendige Resilienz und Krisensicherheit für die Energieversorgung einer starken Wirtschaftsnation wie Deutschland". Voraussetzung sei allerdings, dass die erneuerbaren Energien "intelligent vernetzt" seien und "durch Netzausbau und Flexibilitätsoptionen wie Batteriespeicher und Elektrolyseure optimal unterstützt" würden.

Insgesamt lag die Bruttostromerzeugung in den ersten drei Quartalen laut ZSW und BDEW bei 366,0 Milliarden Kilowattstunden (kWh) - davon 216,0 Milliarden kWh aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen. Hiervon wiederum stammten 78,9 Milliarden kWh aus Photovoltaik, 70,5 Milliarden kWh aus Wind an Land, 32,0 Milliarden kWh aus Biomasse, 17,5 Milliarden kWh aus Wind auf See und 12,7 Milliarden kWh aus Wasserkraft.

(N.Loginovsky--DTZ)

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