Deutsche Tageszeitung - Auch ohne Trump: Mehr als 100 US-Vertreter reisen zu Weltklimakonferenz

Auch ohne Trump: Mehr als 100 US-Vertreter reisen zu Weltklimakonferenz


Auch ohne Trump: Mehr als 100 US-Vertreter reisen zu Weltklimakonferenz
Auch ohne Trump: Mehr als 100 US-Vertreter reisen zu Weltklimakonferenz / Foto: © AFP/Archiv

Mehr als hundert unabhängige US-Vertreter wollen im November zur Weltklimakonferenz in Brasilien reisen. "Wir treten schlagkräftig auf", sagte die Co-Vorsitzende der Allianz "America is All in" (etwa: Amerika ist voll dabei), Gina McCarthy, am Donnerstag bei einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Die Regierung von Präsident Donald Trump dürfte der COP30 in Belém fernbleiben.

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Trump hatte nach seinem Amtsantritt im Januar zum zweiten Mal den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen verkündet, wirksam wird dies nach einem Jahr. Bereits in seiner ersten Amtszeit (2017 bis 2021) hatte der Republikaner das Abkommen von 2015 aufgekündigt, mit dem der weltweite Temperaturanstieg auf unter zwei Grad begrenzt werden soll.

Stattdessen werden nun mehr als hundert Vertreter aus US-Bundesstaaten und -Gemeinden bei der COP30 erwartet. Die Gruppe vertrete rund "zwei Drittel der US-Bevölkerung und drei Viertel des Bruttoinlandsprodukts", sagte McCarthy. Die heute 71-Jährige war unter Präsident Joe Biden nationale Klimaberaterin und leitete unter Barack Obama die Umweltagentur EPA.

"Wir werden die Versprechen einhalten, die wir der amerikanischen Bevölkerung und unseren internationalen Kollegen gegeben haben", sagte McCarthy. Sie verwies auf die Klimaallianz von 24 US-Bundesstaaten, die die Treibhausgasemissionen um rund ein Viertel im Vergleich zu 2005 gesenkt hätten.

Der demokratische Senator von Rhode Island, Sheldon Whitehouse, nannte eine Teilnahme der Trump-Regierung an der Konferenz in Brasilien unwahrscheinlich. "Aber wer weiß", sagte Whitehouse. "Sie könnten in der letzten Minute entscheiden, ein Flugzeug voller Klimwandelleugner und fossiler Brennstoffbetreiber nach Belém zu schicken." Die UN-Konferenz findet vom 10. bis 21. November statt.

(A.Stefanowych--DTZ)

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