Deutsche Tageszeitung - COP30 in Belém: Schneider äußert sich optimistisch zu Klima-Verhandlungen

COP30 in Belém: Schneider äußert sich optimistisch zu Klima-Verhandlungen


COP30 in Belém: Schneider äußert sich optimistisch zu Klima-Verhandlungen
COP30 in Belém: Schneider äußert sich optimistisch zu Klima-Verhandlungen / Foto: © AFP

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat sich optimistisch über den Fortgang der Verhandlungen bei der UN-Klimakonferenz in Belém geäußert. Brasilien zeige "eine starke Führung für ein Ergebnis, das die Weltklimakonferenz nach vorne bringt", sagte Schneider am Mittwoch nach einem Treffen von EU-Ministern mit dem brasilianischen Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva in Belém. Er bekräftigte Deutschlands Unterstützung für Lulas Vorschlag für einen Fahrplan für den Ausstieg aus fossilen Energieträgern.

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"Und wir versuchen jetzt eine Mehrheit oder eine mögliche Gesamtzustimmung mit den anderen Ländern der Erde dafür zu erreichen", fügte Schneider hinzu. Die COP30-Beschlüsse müssten eine Antwort darauf enthalten, dass die tatsächliche und die geplante Verringerung der Treibhausgas-Emissionen derzeit nicht ausreiche, um die Erderwärmung wie im Pariser Klimaabkommen vorgesehen auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

Außer der Emissionsminderung gehört die Klimafinanzierung zu den Knackpunkten der Verhandlungen in Belém. Die Entwicklungsländer fordern Zusagen, von reicheren Staaten mehr Klimahilfen zu bekommen. Die Mittel für ihre Anpassung an die Erderwärmung müssen nach ihrer Vorstellung deutlich erhöht werden.

"Wir unterstützen auch die Anliegen der kleinen Inselstaaten und der afrikanischen Länder, was die Adaption an den Klimawandel betrifft", sagte Schneider dazu nach dem Treffen der EU-Minister mit Lula. Nähere Angaben dazu machte er nicht.

Lula war am Mittwoch nach Belém gekommen, um zu einem frühen Durchbruch der Verhandlungen beizutragen. Die brasilianische COP-Präsidentschaft verfolgt den Plan, zuerst einen Beschlusstext mit den schwierigen und politischen Vereinbarungen von den Delegationen absegnen zu lassen und dann über die übrigen, eher technischen Fragen zu entscheiden. Auf diese Weise soll die Weltklimakonferenz pünktlich am Freitag beendet werden - zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren.

(O.Zhukova--DTZ)

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