Deutsche Tageszeitung - Viele Verkehrsunfälle auf glatten Straßen vor allem in Nordhälfte Deutschlands

Viele Verkehrsunfälle auf glatten Straßen vor allem in Nordhälfte Deutschlands


Viele Verkehrsunfälle auf glatten Straßen vor allem in Nordhälfte Deutschlands

Auf eisglatten Straßen sind in Deutschland, vor allem in Nordrhein-Westfalen und im Norden, viele Verkehrsunfälle passiert. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt, wie die Polizeibehörden mitteilten. In der Region Rinteln im südlichen Niedersachsen kam es zu so vielen Unfällen, dass die Polizei gar nicht alle Unfallstellen anfahren konnte.

Textgröße ändern:

Es gab dort nur Blechschäden, Menschen wurden nicht verletzt, wie die Polizei in Nienburg mitteilte. Innerhalb von vier Stunden nahmen die Beamten am Samstag auf, dass neun Fahrzeuge, ein Verkehrszeichen und eine Mauer beschädigt wurden.

Im nordrhein-westfälischen Kreis Lippe sprach die Polizei von einer "Unfallhäufung". Sie registrierte mehr als 50 Unfälle auf den nach Nieselregen überfrorenen glatten Straßen. In zehn Fällen seien Menschen leicht verletzt worden.

Im Kreis Minden-Lübbecke registrierte die Leitstelle am Samstag insgesamt 16 Unfälle aufgrund der Witterungsverhältnisse. Bei einem Unfall auf der Bundesstraße 482 in Porta Westfalica gab es demnach eine Leichtverletzte.

In Beckum im Münsterland stürzte eine 62 Jahre alte Radfahrerin, vermutlich wegen der glatten Fahrbahn, wie die Polizei in Warendorf erklärte. Sie wurde schwer verletzt von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht.

Im Oberbergischen Kreis wurden bei mehreren Verkehrsunfällen insgesamt sieben Menschen leicht verletzt. In drei Fällen überschlug sich nach Polizeiangaben ein Auto. Ein 25-Jähriger, der gegen ein stehendes Auto geprallt war, musste nach einem positiven Drogenvortest seinen Führerschein und eine Blutprobe abgeben.

Auch im Kreis Soest wurden mehrere glättebedingte Unfälle aufgenommen. Nach Polizeiangaben wurde in den meisten Fällen niemand verletzt. In Soest, Werl und Wickede stürzten aber drei Menschen auf glatten Wegen und verletzten sich leicht. Leichtverletzte und Blechschäden gab es auch bei einer ganzen Reihe von Unfällen in den Landkreisen Uelzen und Celle.

Die Polizei in Rostock meldete insgesamt elf Glätteunfälle aus dem westlichen Teil Mecklenburgs, bei denen aber niemand verletzt wurde. Auch in Brandenburg passierten viele Unfälle, meist ohne Verletzte. Auch im hessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg war es glatt auf den Straßen. Zwei junge Männer wurden schwer verletzt, als sie mit ihrem Auto von der Straße abkamen und sich mehrmals überschlugen.

Vereinzelt kam es auch im Süden zu Glätteunfällen. Im baden-württembergischen Öhringen verlor ein 20-Jähriger auf einer Brücke die Kontrolle über sein Auto und stieß gegen das Brückengeländer, wie die Polizei in Heilbronn mitteilte. Er und seine Beifahrerin seien leicht verletzt worden.

In der Nähe der südhessischen Stadt Neckarsteinach wurde ein 16-jähriger Beifahrer bei einem Unfall auf teils glatter Straße leicht verletzt. Die 18 Jahre alte Fahrerin kam der Polizei zufolge bei einem Überholmanöver von der Fahrbahn ab. Die Polizei sucht nach Zeugenhinweisen, weil das überholte Fahrzeug nicht anhielt sondern weiterfuhr.

Am Sonntag gab es weiter verbreitet Glättegefahr in der Mitte und im Norden, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte. Vom Erzgebirge bis zum Thüringer und Oberpfälzer Wald herrsche Frost, gebietsweise auch im Süden sowie in Nordhessen, Westfalen und Niedersachsen. Dort könne es auch neblig werden. Für die Ostseeküste sagte der Wetterdienst Sturm- und Windböen voraus.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Wichtige Delegierte der COP31-Vorverhandlungen zu Besuch in Pazifikstaat Tuvalu eingetroffen

Hochrangige Teilnehmer der Vorverhandlungen zum bevorstehenden UN-Klimagipfel in der Türkei sind zu einem Besuch im besonders vom Klimawandel betroffenen Pazifikstaat Tuvalu eingetroffen. Die Visite am Dienstag fand am Rande eines von den Fidschi-Inseln ausgerichteten Treffens einen Monat vor der COP31 statt. Unter den 14 Delegierten, die am Dienstagmorgen in Tuvalus Hauptstadt Funafuti eintrafen, waren Australiens Premierminister Anthony Albanese und mehrere Staats- und Regierungschefs aus dem Pazifikraum.

Wadephul hält Rede bei Klima- und Sicherheitskonferenz in Berlin

Im Auswärtigen Amt findet am Dienstag eine Konferenz zu den Auswirkungen des Klimawandels auf den Frieden und die Sicherheit statt. Zu der Berlin Climate and Security Conference werden rund 250 internationale Akteure erwartet, unter ihnen Wissenschaftler sowie Vertreter besonders betroffener Länder und internationaler Organisationen wie der UNO und der EU. Für 10.15 Uhr ist eine Rede von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) geplant.

Vorverhandlungen zu UN-Klimagipfel auf Fidschi-Inseln begonnen

Auf den Fidschi-Inseln haben am Montag die Vorverhandlungen zum bevorstehenden UN-Klimagipfel in der Türkei begonnen. Fidschis Klimaministerin Lynda Tabuya forderte die Industrieländer zu Beginn der Beratungen in der Stadt Nadi eindringlich auf, einen "gerechten Übergang" zu erneuerbaren Energien zu unterstützen. Sie sollten den Ländern helfen, die am stärksten von den Folgen der globalen Erwärmung betroffen sind, sagte sie Journalisten.

Copernicus: Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

Textgröße ändern: