Deutsche Tageszeitung - Elektroautos: Norwegen nähert sich 100-Prozent-Ziel bei Neuzulassungen

Elektroautos: Norwegen nähert sich 100-Prozent-Ziel bei Neuzulassungen


Elektroautos: Norwegen nähert sich 100-Prozent-Ziel bei Neuzulassungen
Elektroautos: Norwegen nähert sich 100-Prozent-Ziel bei Neuzulassungen / Foto: © AFP/Archiv

Norwegen ist im vergangenen Jahr nur knapp am ehrgeizigen Ziel des Landes vorbeigeschrammt, nur noch emissionsfreie Neuwagen auf die Straße zu bringen. 2025 fuhren 95,9 Prozent der neuzugelassenen Autos elektrisch, wie die Verkehrsinformationsbehörde OFV am Freitag mitteilte. Im Monat Dezember betrug der Anteil von E-Autos demnach gar 97,6 Prozent.

Textgröße ändern:

"Das Jahresende war historisch stark", erklärte OFV-Chef Geir Inge Stokke. Zugleich bestehe "kein Zweifel" daran, dass die Änderung der Mehrwertsteuer ab dem 1. Januar 2026 viele Menschen dazu veranlasst habe, noch vor Jahresende ein neues Elektroauto zu kaufen, fügte er hinzu.

Hintergrund ist, dass die Regierung in Oslo eine Absenkung des Schwellenwerts beschlossen hat, ab dem ein neues E-Auto der Mehrwertsteuer unterliegt - und zwar von 500.000 Kronen (rund 42.000 Euro) auf 300.000 Kronen. Die vollständige Abschaffung dieser Befreiung, die ursprünglich für 2027 vorgesehen war, soll indes auf 2028 verschoben werden.

Das öl- und gasreiche Norwegen hat sich das unverbindliche Ziel gesetzt, ab 2025 nur noch emissionsfreie Neuwagen zu verkaufen. Insgesamt wurden in Norwegen 2025 nach OFV-Angaben 179.549 neue Pkw zugelassen. Damit sei der bisherige Rekord aus dem Jahr 2021 gebrochen worden.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Wichtige Delegierte der COP31-Vorverhandlungen zu Besuch in Pazifikstaat Tuvalu eingetroffen

Hochrangige Teilnehmer der Vorverhandlungen zum bevorstehenden UN-Klimagipfel in der Türkei sind zu einem Besuch im besonders vom Klimawandel betroffenen Pazifikstaat Tuvalu eingetroffen. Die Visite am Dienstag fand am Rande eines von den Fidschi-Inseln ausgerichteten Treffens einen Monat vor der COP31 statt. Unter den 14 Delegierten, die am Dienstagmorgen in Tuvalus Hauptstadt Funafuti eintrafen, waren Australiens Premierminister Anthony Albanese und mehrere Staats- und Regierungschefs aus dem Pazifikraum.

Wadephul hält Rede bei Klima- und Sicherheitskonferenz in Berlin

Im Auswärtigen Amt findet am Dienstag eine Konferenz zu den Auswirkungen des Klimawandels auf den Frieden und die Sicherheit statt. Zu der Berlin Climate and Security Conference werden rund 250 internationale Akteure erwartet, unter ihnen Wissenschaftler sowie Vertreter besonders betroffener Länder und internationaler Organisationen wie der UNO und der EU. Für 10.15 Uhr ist eine Rede von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) geplant.

Vorverhandlungen zu UN-Klimagipfel auf Fidschi-Inseln begonnen

Auf den Fidschi-Inseln haben am Montag die Vorverhandlungen zum bevorstehenden UN-Klimagipfel in der Türkei begonnen. Fidschis Klimaministerin Lynda Tabuya forderte die Industrieländer zu Beginn der Beratungen in der Stadt Nadi eindringlich auf, einen "gerechten Übergang" zu erneuerbaren Energien zu unterstützen. Sie sollten den Ländern helfen, die am stärksten von den Folgen der globalen Erwärmung betroffen sind, sagte sie Journalisten.

Copernicus: Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

Textgröße ändern: