Deutsche Tageszeitung - Linke fordert besseren Schutz für Obdachlose und Erfassung von Kältetoten

Linke fordert besseren Schutz für Obdachlose und Erfassung von Kältetoten


Linke fordert besseren Schutz für Obdachlose und Erfassung von Kältetoten
Linke fordert besseren Schutz für Obdachlose und Erfassung von Kältetoten / Foto: © AFP

Die Linke hat angesichts der frostigen Temperaturen in Deutschland einen besseren Schutz von Obdachlosen und eine Erfassung kältebedingter Todesfälle gefordert. "In einem wohlhabenden Land wie Deutschland ist es unerträglich, dass Menschen auf der Straße erfrieren, weil staatliche Institutionen ihrer Vorsorgepflicht nicht nachkommen", sagte die Linken-Sozialpolitikerin Sahra Mirow der "Rheinischen Post" vom Donnerstag. "Wegsehen ist keine politische Lösung, sondern unterlassene Hilfeleistung."

Textgröße ändern:

Sie kritisierte, dass der Bundesregierung nach einer Kleinen Anfrage der Linken keine Zahlen zu kältebedingten Todesfällen bei Obdachlosen vorliegen. Dass hier eine entsprechende Datenbasis fehle, sei ein "eklatantes Versäumnis", sagte sie. Nur wer das Ausmaß der Not kenne, könne gezielte Hilfsprogramme entwickeln. Sie forderte den Bund auf, künftig zu erfassen, wie viele Menschen infolge von Kälte gesundheitliche Schäden erleiden oder sterben.

Die Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, Sabine Bösing, bezeichnete die derzeitige Kälte für auf der Straße lebende Menschen als "lebensbedrohliche Gefahr". Es sei "leider traurige Realität, dass in jedem Winter Menschen an Unterkühlung sterben müssen", sagte sie der "Rheinischen Post". Bund und Kommunen müssten sich um ausreichend Notunterkünfte, niedrigschwellige Hilfsangebote und langfristige Lösungen gegen Obdachlosigkeit kümmern.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Weitgehend Entspannung nach Wintereinbruch - zuvor nochmals viele Glätteunfälle

Nach dem heftigen Wintereinbruch der vergangenen Tage setzt sich in Deutschland allmählich wieder milderes Wetter durch. Dem Deutschen Wetterdienst zufolge ist bis Mittwoch noch in einzelnen Gebieten im Osten "markante Glätte" durch gefrierenden Regen möglich, im Rest des Landes war es am Dienstag bei Plusgraden aber bereits hauptsächlich nass und trüb. Laut Polizei gab es zuvor allerdings nochmals etliche Unfälle.

Glatteis: Enspannung im Westen - im Osten teils noch rutschig

Während sich die Glatteissituation in den westlichen Landesteilen am Dienstag entspannte, gab es im Osten und teils auch noch in Bayern vielfach noch rutschige Straßen und Wege. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach erreichten die Regenfälle in der Nacht zum Dienstag auch den äußersten Osten des Landes und trafen dort bei leichtem Frost auf gefrorene Böden, weshalb mit Glatteis gerechnet werden musste.

Warnungen vor Glatteis in weiten Teilen Deutschlands - Schnieder mahnt zu Vorsicht

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Glatteis in weiten Teilen Deutschlands. Am Montag drohe in mehreren Bundesländern Glatteisbildung durch gefrierenden Regen, teilte der DWD am Sonntag mit. Betroffen seien Teile von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen.

Entwarnung nach Sturmtief "Elli" - aber neue Probleme durch gefrierenden Regen

Kaum hat sich die Wetterlage nach Durchzug von Sturmtief "Elli" beruhigt, drohen großflächiges Blitzeis und Eisregen. Der Deutsche Wetterdienst warnte am Sonntag vor leichteren Schneefällen, die ab der nach Nacht von Westen her in gefrierenden Regen mit unwetterartiger Glatteisgefahr übergehen sollten. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen sagte am Sonntag bereits den Präsenzunterricht an allen Schulen ab.

Textgröße ändern: