Deutsche Tageszeitung - Studie: Weltmeere nahmen 2025 Rekordmenge an Wärme auf

Studie: Weltmeere nahmen 2025 Rekordmenge an Wärme auf


Studie: Weltmeere nahmen 2025 Rekordmenge an Wärme auf
Studie: Weltmeere nahmen 2025 Rekordmenge an Wärme auf / Foto: © AFP/Archiv

Die Weltmeere haben 2025 einer wissenschaftlichen Studie zufolge eine Rekordmenge an Wärme aufgenommen - ein Phänomen, das den Anstieg des Meeresspiegels, heftige Stürme und das Absterben von Korallen befördert. Es sei das neunte Jahr in Folge, in dem die in den Ozeanen gespeicherte Wärme einen Höchststand erreiche, sagte Lijing Cheng von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) und Hauptautor der Studie, die in der Fachzeitschrift "Advances in Atmospheric Sciences" von mehr als 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit veröffentlicht wurde.

Textgröße ändern:

Die Gesamtmenge der in den oberen 2000 Metern der Ozeane gespeicherten Energie in Form von Wärme stieg der Studie zufolge um etwa 23 Zettajoule gestiegen. Diese Energiemenge sei vergleichbar mit der von zwölf Hiroshima-Atombomben die pro Sekunde an jedem Tag des Jahres explodieren, sagte Cheng.

"Die größte Variable im Klimasystem ist nicht mehr die Physik, sondern liegt in den Entscheidungen, die die Menschheit trifft", erklärte Karina von Schuckmann, Ozeanografin bei Mercator Ocean International und Mitautorin der Studie. Eine schnelle Verringerung der Emissionen könne die künftigen Auswirkungen des Klimawandels begrenzen, betonte sie.

Die Ozeane nehmen etwa 90 Prozent der überschüssigen Wärme auf, die durch menschliche Treibhausgasemissionen verursacht wird. Um das Maß genau zu berechnen, nutzten die Forscher Daten von mehr als 4000 Treibbojen des internationalen Forschungsprogramms Argo, die bis zu 2000 Meter in die Tiefe tauchen können.

Die Erwärmung der Ozeane trägt durch thermische Ausdehnung zum Anstieg des Meeresspiegels bei, verstärkt marine Hitzewellen, die Korallen schwächen, und verschärft extreme Wetterereignisse wie Starkregen oder Wirbelstürme.

Das Wetterphänomen La Niña hatte im vergangenen Jahr zu einem leichten Rückgang der Temperatur der Meeresoberfläche geführt, die empfindlicher auf kurzfristige Schwankungen reagiert. Langfristig beschleunigt sich jedoch das Tempo der Ozeanerwärmung in Folge der stetig steigenden Treibhausgasemissionen.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Warnungen vor Glatteis in weiten Teilen Deutschlands - Schnieder mahnt zu Vorsicht

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Glatteis in weiten Teilen Deutschlands. Am Montag drohe in mehreren Bundesländern Glatteisbildung durch gefrierenden Regen, teilte der DWD am Sonntag mit. Betroffen seien Teile von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen.

Entwarnung nach Sturmtief "Elli" - aber neue Probleme durch gefrierenden Regen

Kaum hat sich die Wetterlage nach Durchzug von Sturmtief "Elli" beruhigt, drohen großflächiges Blitzeis und Eisregen. Der Deutsche Wetterdienst warnte am Sonntag vor leichteren Schneefällen, die ab der nach Nacht von Westen her in gefrierenden Regen mit unwetterartiger Glatteisgefahr übergehen sollten. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen sagte am Sonntag bereits den Präsenzunterricht an allen Schulen ab.

Wetterberuhigung nach Sturmtief "Elli" - aber weiterhin Schnee und Glatteis

Die Wetterlage in Deutschland hat sich nach Durchzug von Sturmtief "Elli" weitgehend beruhigt, es bleibt aber winterlich. Der Deutsche Wetterdienst rechnete nach eigenen Angaben vom Sonntag weiterhin verbreitet mit leichteren Schneefällen, der von Westen her in gefrierenden Regen mit entsprechender unwetterartiger Glatteisgefahr übergehen sollte. Am Montag sollten sich Schneefälle und gefrierender Regen nach Ostdeutschland verlagern.

DB-Fernverkehr im Norden auf Hauptstrecken wieder angelaufen - weiterhin Störungen

Auf den Hauptstrecken des Fernverkehrs der Deutschen Bahn in Norddeutschland verkehren seit Sonntagmorgen wieder Züge. "Allerdings ist weiterhin nur ein reduziertes Angebot möglich und es kann zu Ausfällen und Teilausfällen kommen", erklärte die DB. Weitere Strecken, etwa nach Kopenhagen, Amsterdam oder Rostock, wurden noch nicht wieder bedient. Auch der Nahverkehr in Schleswig-Holstein und Niedersachsen blieb stark eingeschränkt.

Textgröße ändern: