Deutsche Tageszeitung - Hochwasser und Wintersturm führen in Frankreich zu Verkehrsstörungen

Hochwasser und Wintersturm führen in Frankreich zu Verkehrsstörungen


Hochwasser und Wintersturm führen in Frankreich zu Verkehrsstörungen
Hochwasser und Wintersturm führen in Frankreich zu Verkehrsstörungen / Foto: © AFP

Nach einer Rekordserie von 36 Regentagen in Frankreich sind zahlreiche Orte im Westen des Landes von Hochwasser und Überschwemmungen betroffen. In Bordeaux trat am Donnerstag die Garonne über die Ufer und erreichte einen Pegelstand von 6,85 Metern, knapp unter dem historischen Hoch von 1999. Im Zentrum von Angers trat der Fluss Maine über die Ufer und überschwemmte mehrere Straßen.

Textgröße ändern:

Der Bürgermeister der Stadt, Christophe Béchu, rief die Bevölkerung auf, in ihren Wohnungen zu bleiben. Ein Seniorenheim sollte im Lauf des Tages evakuiert werden. Zwei Sporthallen wurden zu Notunterkünften deklariert.

Verkehrsminister Philippe Tabarot warnte angesichts eines weiteren angekündigten Wintersturms namens Pedro vor Störungen im Straßen- und Bahnverkehr. Am Wochenende wird in Frankreich mit starkem Reiseverkehr gerechnet, da je nach Region die Schulferien beginnen oder enden. Nach Angaben des Verkehrsministers wird es vor allem auf den Autobahnen im Großraum Toulouse zu Schwierigkeiten kommen.

Auch der Bahnverkehr wurde durch die Unwetter eingeschränkt. Insbesondere südlich von Bordeaux fielen Züge aus oder fuhren mit verringerter Geschwindigkeit.

Der ausdauernde Niederschlag der vergangenen Wochen erhöhte zudem das Lawinenrisiko in den Alpen, wo nach Angaben des nationalen Wetterdienstes mehrere Schneeschichten instabil aufeinandergeschichtet sind. In fast allen Skigebieten gelten Lawinenwarnungen. Seit Beginn der Skisaison 2025/26 sind in Frankreich bereits 28 Menschen durch Lawinen getötet worden. Die meisten von ihnen waren ungeachtet der Warnungen außerhalb der markierten Pisten unterwegs.

Nach Angaben des Wetterdienstes hat es in Frankreich seit Mitte Januar inzwischen an 36 Tagen in Folge keinen Tag ohne Regen gegeben. So viele Regentage in Folge habe es seit Beginn der Aufzeichnungen 1959 nicht am Stück gegeben.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Weniger Sterbefälle in drittem Quartal - Vorübergehender Anstieg in heißen Wochen

Die Zahl der Sterbefälle in Deutschland ist im dritten Quartal dieses Jahres im Vergleich zu den Vorjahren gesunken. Insgesamt starben von Juli bis September 3000 Menschen weniger als im Jahresmittel von 2022 bis 2025, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Fünf Tote durch Hurrikan "Simon" und Sturm "Rachel" in Mexiko

Bei schweren Überschwemmungen durch die Wirbelstürme "Simon" und "Rachel" sind an der mexikanischen Pazifikküste mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Durch Tropensturm "Rachel" starben vier Mitglieder einer Familie, darunter zwei Kinder, wie die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Baja California am Montag (Ortszeit) erklärte. Fünf weitere Menschen würden noch vermisst, 32 Menschen seien mit Hubschraubern gerettet worden.

Hurrikan "Simon" ändert Kurs und dürfte Mexiko verschonen

Der Hurrikan "Simon" hat seinen Kurs geändert und dürfte nach Angaben der Experten Mexiko verschonen. Laut Daten von Aufklärungsflugzeugen bewegte sich der Wirbelsturm zuletzt langsamer voran und sollte sich der mexikanischen Westküste am Montag bis auf maximal 15 Kilometer nähern. Dennoch drohten den Küstengebieten nach Angaben des Wetterdienstes weiter starker Wind, hohe Wellen und extreme Regenfälle.

EU-Klimadienst Copernicus: Neuer Temperaturrekord im Pazifik durch El Niño

Das derzeit herrschende Klimaphänomen El Niño hat die Wassertemperaturen im Pazifik noch vor seinem erwarteten Höhepunkt im Dezember auf Rekordniveau aufgeheizt: In einer Referenz-Messregion im Pazifik namens Niño 3.4 erreichte die Temperatur des Oberflächenwassers im September ein "Allzeithoch" von 29,7 Grad Celsius, wie der EU-Klimadienst Copernicus am Montag mitteilte. Auch weltweit waren die Meere so warm wie nie zu vor.

Textgröße ändern: