Deutsche Tageszeitung - Fehlende Niederschläge: Wasserspeicherung in Deutschland nimmt ab

Fehlende Niederschläge: Wasserspeicherung in Deutschland nimmt ab


Fehlende Niederschläge: Wasserspeicherung in Deutschland nimmt ab
Fehlende Niederschläge: Wasserspeicherung in Deutschland nimmt ab / Foto: © AFP/Archiv

Trotz des niederschlagsreichen Jahres 2024 nimmt in Deutschland die Wasserspeicherung weiter ab. Zum Jahresende 2025 hatte Deutschland ein Defizit von rund 25 Milliarden Tonnen Wasser im Vergleich zum Mittelwert seit 2002, wie das Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam am Freitag mitteilte. Ende 2023 hatte das Defizit erst rund zehn Milliarden Tonnen betragen.

Textgröße ändern:

Für Deutschland bedeute dies "einen anhaltenden Abwärtstrend in der Wasserspeicherung", erklärte das Forschungsinstitut. Seit 2018, möglicherweise bereits seit 2015, sei die anhaltende großräumige Trockenheit deutlich erkennbar.

Das Jahr 2024 war hingegen überdurchschnittlich feucht. Es gab damals rund 15 Prozent mehr Niederschlag im Vergleich zum langjährigen Mittel, wodurch sich die Wasserspeicher vorübergehend erholen konnten.

Im Jahr 2025 lagen die Niederschläge jedoch erneut mit einem Rückgang von 18 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt. Gleichzeitig führte den Forschern zufolge eine erhöhte Verdunstung infolge hoher Temperaturen dazu, dass sich die Wasserspeicherung wieder verringerte.

Die Angaben beruhen auf Satellitendaten, die demnach auch weltweit eine drastische Zunahme der von Trockenheit betroffenen Flächen, insbesondere in Europa, zeigen. Während 2009 noch drei Viertel der globalen Landfläche einen normalen Wasserspeicher aufwiesen, war es 2025 nur noch knapp ein Drittel. Der Anteil trockener Gebiete habe sich zudem von zwölf Prozent im Jahr 2009 auf nahezu 43 Prozent im Jahr 2025 mehr als verdreifacht, hieß es.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Dritter Tag mit Temperaturrekord in Folge - Hitzewelle in Deutschland geht zuende

Die Hitzewelle in Deutschland hat am Wochenende neue Hitzerekorde gebracht - mittlerweile ist aber eine spürbare Abkühlung in Sicht. Am Sonntag wurde mit 41,7 Grad den dritten Tag in Folge eine neue Höchsttemperatur gemessen. Vielerorts waren Rettungskräfte und Feuerwehr im Dauereinsatz. Am Abend sollen die Temperaturen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes verbunden mit Gewittern dann allmählich sinken.

Neue Hitzekorde in Deutschland - Abkühlung aber in Sicht

Die Hitzewelle in Deutschland hat am Wochenende neue Hitzerekorde gebracht - mittlerweile ist aber eine spürbare Abkühlung in Sicht. Am Samstag wurde vom Deutschen Wetterdienst (DWD) mit 41,5 Grad Celsius in Drewitz in Sachsen-Anhalt die höchste Tagestemperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen, in der Nacht zu Sonntag im sächsischen Kubschütz mit 29,4 Grad die höchste nächtliche Mindesttemperatur. Ab Sonntagabend sollten verbunden mit Gewittern die Temperaturen allmählich abkühlen.

Neuer nächtlicher Temperaturrekord: 29,4 Grad in Sachsen gemessen

Die Hitzewelle in Deutschland hat zu einem neuen nächtlichen Temperaturrekord geführt. In Kubschütz im ostsächsischen Kreis Bautzen sank das Thermometer in der Nacht zu Sonntag nicht unter 29,4 Grad Celsius, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte.

Grünen-Fraktionschefin Dröge fordert Sofortprogramm für Klimaanlagen

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat angesichts der Hitzewelle in Deutschland ein Sofortprogramm für mehr Klimaanlagen in öffentlichen Einrichtungen gefordert. "Deutschland braucht ein Abkühl-Sofortprogramm, um Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen zu klimatisieren", sagte Dröge der "Bild am Sonntag (BamS)".

Textgröße ändern: