Deutsche Tageszeitung - Copernicus: Vorhersagen deuten zunehmend auf sehr starken El Niño in diesem Jahr hin

Copernicus: Vorhersagen deuten zunehmend auf sehr starken El Niño in diesem Jahr hin


Copernicus: Vorhersagen deuten zunehmend auf sehr starken El Niño in diesem Jahr hin
Copernicus: Vorhersagen deuten zunehmend auf sehr starken El Niño in diesem Jahr hin / Foto: © AFP/Archiv

Wettervorhersagen weltweit deuten nach Angaben des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus zunehmend darauf hin, dass das Wetterphänomen El Niño in diesem Jahr sehr stark ausfallen könnte. "Vom 1. Mai bis zum 1. Juni haben im Grunde alle Modelle ihre Prognosen nach oben korrigiert", sagte der Copernicus-Leiter Carlos Buontempo am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Dies spreche für ein "moderates bis starkes beziehungsweise wahrscheinlich starkes bis rekordverdächtiges Ereignis".

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Beim natürlich auftretenden Wetterphänomen El Niño erwärmt sich die Wasseroberfläche im Pazifik, was weltweit Auswirkungen auf Wind, Luftdruck und Niederschläge hat. In der Folge steigt das Risiko für Wetterextreme. Üblicherweise tritt das Phänomen alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert zwischen neun und zwölf Monate an.

Copernicus zufolge prognostizieren derzeit 75 Prozent der weltweiten Vorhersage-Modelle, die zu der El Niño-Prognose beitragen, einen Anstieg der Meerestemperaturen in Teilen des Pazifiks bis November um 2,5 Grad Celsius oder mehr über den Durchschnitt. Seit 1878 haben erst drei El Niño-Ereignisse die Marke von zwei Grad Celsius überschritten, zuletzt in den Jahren 2015 und 2016.

Der Welt-Meteorologieorganisation WMO zufolge gibt es bislang keine Belege dafür, dass der Klimawandel die Häufigkeit oder Intensität von El Niños erhöht. Der Klimawandel könne jedoch die mit dem Wetterphänomen einhergehenden Extremwetterereignisse verstärken.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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