Deutsche Tageszeitung - Hitzewelle in den USA: Parade zum Unabhängigkeitstag abgesagt

Hitzewelle in den USA: Parade zum Unabhängigkeitstag abgesagt


Hitzewelle in den USA: Parade zum Unabhängigkeitstag abgesagt
Hitzewelle in den USA: Parade zum Unabhängigkeitstag abgesagt / Foto: © AFP

Wegen der Hitzewelle im Osten der USA sind Teile der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten gestrichen worden. Die für den Samstag geplante alljährliche Unabhängigkeitsparade in Washington wurde wegen "extremer Hitze" abgesagt, wie die Veranstalter am Freitag (Ortszeit) mitteilten. Die Veranstaltung "Great American State Fair" auf der National Mall, der Rasenfläche zwischen Kapitol und Washington-Denkmal, wurde vorübergehend geschlossen, nachdem mehrere Menschen kollabiert waren.

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In Washington sind für den Samstag Temperaturen von mehr als 38 Grad vorhergesagt, in Zusammenhang mit der hohen Luftfeuchtigkeit könnte die gefühlte Temperatur bis zu 43 Grad betragen. US-Präsident Donald Trump hatte indes bereits angekündigt, sich davon nicht von seiner für den Abend geplanten Rede abhalten zu lassen. Diese werde lang ausfallen, nur um zu zeigen, dass er alles machen könne.

Dem nationalen US-Wetterdienst zufolge sind etwa 160 Millionen Menschen von Hitzewarnungen betroffen. Laut einer am Freitag veröffentlichten Studie der internationalen Forschungsgruppe World Weather Attribution wäre eine solche Hitzewelle ohne den Klimawandel "praktisch unmöglich" gewesen. "Zum 250. Geburtstag der USA liefert unsere Studie einen deutlichen Realitätscheck", erklärte Studienautor Theodore Keeping vom Imperial College London.

Grund für die Hitzewelle in den USA ist eine sogenannte Hitzekuppel - ein großräumiges Hochdruckgebiet, das über der Region verharrt und wie ein Deckel wirkt, der die heiße Luft am Boden einschließt. Solche Wetterlagen gibt es zwar schon immer, infolge des Klimawandels führen sie heute aber zu extremeren Temperaturen.

(W.Uljanov--DTZ)

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