Deutsche Tageszeitung - Zuviele Unsicherheiten: Traditionelle Prognose für französische Weinernte verschoben

Zuviele Unsicherheiten: Traditionelle Prognose für französische Weinernte verschoben


Zuviele Unsicherheiten: Traditionelle Prognose für französische Weinernte verschoben
Zuviele Unsicherheiten: Traditionelle Prognose für französische Weinernte verschoben / Foto: © AFP

Wegen zu großer Unsicherheiten durch Hitze und Trockenheit hat das französische Landwirtschaftsministerium die traditionelle Prognose für die Weinernte verschoben. Die für gewöhnlich rund um den 7. August veröffentlichten ersten Schätzungen würden auf den 8. September gelegt, erklärte das Ministerium am Dienstag. Dann hätten die staatlichen Stellen einen "besseren Überblick über das Erntepotenzial".

Textgröße ändern:

In diesem Jahr hätten fast alle regionalen Stellen auf die große Unsicherheit für Prognosen verwiesen, erklärte das Ministerium. Ursache seien die "seit Ende Juni beobachteten außergewöhnlichen Wetterbedingungen" wie Hitzewellen und Trockenheit und andere Unwägbarkeiten wie Brände, Hagel und Gewitter. Die Auswirkungen all dieser Vorkommnisse auf die Reben und das Erntepotenzial seien "besonders schwer einzuschätzen".

Die Weinanbaugebiete Frankreichs stehen vor unterschiedlichen Herausforderungen. In einigen Gegenden wie im Burgund und im Beaujolais kommt es zu einer frühen Lese, in anderen Orten reifen die Trauben hingegen verzögert oder weisen nur ein unterdurchschnittliches Gewicht auf.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

SPD-Ministerien legen Aktionsplan gegen Hitze vor - Union verlangt Präzisierung

Die massiven Hitzewellen dieses Sommers beschäftigen die Bundespolitik: Die SPD-geführten Ministerien legten am Sonntag einen gemeinsamen Aktionsplan zum Hitzeschutz vor - und forderten eine Grundgesetzänderung noch vor der nächsten Bundestagswahl, um eine "Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz" in der Verfassung zu verankern. Der Koalitionspartner Union reagierte skeptisch und forderte die SPD auf, ihre Vorstellungen für eine Grundgesetzänderung zu präzisieren. Die Grünen zeigten sich bereit, eine solche Änderung zu unterstützen.

Hitzeschutz im Grundgesetz: CDU fordert von SPD Klärung offener Fragen

Nach dem Vorstoß der SPD-Kabinettsmitglieder für eine Verankerung des Hitzeschutzes im Grundgesetz sieht die Unionsfraktion im Bundestag noch erheblichen Klärungsbedarf. "Ob eine Grundgesetzänderung dafür sinnvoll ist, kann erst ein konkreter Vorschlag zeigen", erklärte der für Umwelt und Klimaschutz zuständige Unionsfraktionsvize Klaus Mack (CDU) am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Mack forderte die SPD auf, offene Fragen zu klären und ihren Vorschlag zu präzisieren: Eine Verfassungsänderung müsse einen "Mehrwert" bringen, sonst sei sie nicht sinnvoll.

SPD-Minister legen Aktionsplan gegen Hitze vor - Beharren auf Verfassungsänderung

Die Bundesministerinnen und -minister der SPD haben einen gemeinsamen Aktionsplan zum Hitzeschutz vorgelegt - und setzen damit den Koalitionspartner Union unter Druck. Das Programm, das der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag vorlag, sieht unter anderem einen nationalen Hitzeaktionsplan, Änderungen im Bauplanungsrecht und den Schutz von Beschäftigten gegen extreme Temperaturen vor. Zudem stellen sich die fünf SPD-Kabinettsmitglieder hinter die Forderung, noch in dieser Legislaturperiode die "Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz" im Grundgesetz zu verankern - die Union sieht dies bislang skeptisch.

Menschen in Waldbrandgebiet in der Eifel können nach Evakuierung in ihre Häuser zurückkehren

Nach der Evakuierung einer Ortschaft im Waldbrandgebiet in der Eifel können die rund 1800 betroffenen Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren. Die Lage rund um den Ortsteil Gey in Hürtgenwald habe sich "so weit entspannt, dass die Menschen heimkehren können", hieß es am Samstagabend auf der Website des Kreises Düren. Eine Gefahr durch den Waldbrand bestehe für den Ortsteil derzeit nicht mehr.

Textgröße ändern: