Deutsche Tageszeitung - Ausnahmeregeln für Käseproduzenten in Frankreich wegen Dürre

Ausnahmeregeln für Käseproduzenten in Frankreich wegen Dürre


Ausnahmeregeln für Käseproduzenten in Frankreich wegen Dürre
Ausnahmeregeln für Käseproduzenten in Frankreich wegen Dürre / Foto: © AFP/Archiv

Wegen der historischen Dürre in Folge eines Extremsommers hat die französische Regierung die Vorschriften für Käseproduzenten vorübergehend gelockert. Hersteller bestimmter Käsesorten dürften mehr Heu und Trockenfutter an die Kühe verfüttern als üblich, wie aus mehreren am Mittwoch veröffentlichten Dekreten hervorgeht. Dies betrifft zunächst die Käsesorten Comté, Beaufort und Abondance. Ausnahmeregeln für weitere Käsesorten sollen folgen.

Textgröße ändern:

Für die Produzenten der markengeschützten Käsesorten gelten im Normalfall strenge Regeln. Etwa müssen die Milchkühe müssen vorwiegend Gras aus dem Produktionsgebiet fressen.

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums ist das Gras auf den Weiden wegen der Trockenheit etwa ein Drittel weniger stark gewachsen als sonst. Die Futterlage ist demnach in fast allen Regionen sehr schlecht. Die Regierung hatte bereits nach der Dürre von 2022 Ausnahmeregelungen eingeführt.

Landwirtschaftsministerin Annie Genevard will am Donnerstag mit Branchenvertretern Bilanz nach dem von Extremhitze und Trockenheit geprägten Sommer ziehen. Am 3. September sollen Hilfsmaßnahmen für die Landwirte vorgestellt werden.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Weniger Sterbefälle in drittem Quartal - Vorübergehender Anstieg in heißen Wochen

Die Zahl der Sterbefälle in Deutschland ist im dritten Quartal dieses Jahres im Vergleich zu den Vorjahren gesunken. Insgesamt starben von Juli bis September 3000 Menschen weniger als im Jahresmittel von 2022 bis 2025, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Fünf Tote durch Hurrikan "Simon" und Sturm "Rachel" in Mexiko

Bei schweren Überschwemmungen durch die Wirbelstürme "Simon" und "Rachel" sind an der mexikanischen Pazifikküste mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Durch Tropensturm "Rachel" starben vier Mitglieder einer Familie, darunter zwei Kinder, wie die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Baja California am Montag (Ortszeit) erklärte. Fünf weitere Menschen würden noch vermisst, 32 Menschen seien mit Hubschraubern gerettet worden.

Hurrikan "Simon" ändert Kurs und dürfte Mexiko verschonen

Der Hurrikan "Simon" hat seinen Kurs geändert und dürfte nach Angaben der Experten Mexiko verschonen. Laut Daten von Aufklärungsflugzeugen bewegte sich der Wirbelsturm zuletzt langsamer voran und sollte sich der mexikanischen Westküste am Montag bis auf maximal 15 Kilometer nähern. Dennoch drohten den Küstengebieten nach Angaben des Wetterdienstes weiter starker Wind, hohe Wellen und extreme Regenfälle.

EU-Klimadienst Copernicus: Neuer Temperaturrekord im Pazifik durch El Niño

Das derzeit herrschende Klimaphänomen El Niño hat die Wassertemperaturen im Pazifik noch vor seinem erwarteten Höhepunkt im Dezember auf Rekordniveau aufgeheizt: In einer Referenz-Messregion im Pazifik namens Niño 3.4 erreichte die Temperatur des Oberflächenwassers im September ein "Allzeithoch" von 29,7 Grad Celsius, wie der EU-Klimadienst Copernicus am Montag mitteilte. Auch weltweit waren die Meere so warm wie nie zu vor.

Textgröße ändern: