Deutsche Tageszeitung - Wassermangel wegen El Niño: Panamakanal plant weitere Verkehrsreduzierung

Wassermangel wegen El Niño: Panamakanal plant weitere Verkehrsreduzierung


Wassermangel wegen El Niño: Panamakanal plant weitere Verkehrsreduzierung
Wassermangel wegen El Niño: Panamakanal plant weitere Verkehrsreduzierung / Foto: © AFP/Archiv

Wegen des Klimaphänomens El Niño plant Panama, die Zahl der täglichen Durchfahrten durch den Panamakanal weiter zu reduzieren. Ab Oktober soll es täglich im Schnitt nur noch 29,5 Passagen geben, wie aus einem Parlamentsantrag hervorgeht. So werde sichergestellt, "dass der Kanal weiterhin sicher, unterbrechungsfrei, effizient und gewinnbringend betrieben wird", sagte der Minister für Kanalangelegenheiten, José Ramón Ycaza. Anfang September war die Zahl der Durchfahrten bereits von 36 auf 32 gesenkt worden.

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Über den Panamakanal, der den Atlantik mit dem Pazifik verbindet, werden fünf Prozent des weltweiten Seehandels und rund 40 Prozent des US-Containerverkehrs abgewickelt. Für den Betrieb der Schleusen des Kanals sind große Wassermengen nötig - sie werden aus einem von zwei Seen gespeisten Wassereinzugsgebiet entnommen. Wegen fehlender Niederschläge sind die Wasserpegel in den Seen deutlich gesunken.

Die Dürre geht auf das Klimaphänomen El Niño zurück. Es entwickelt sich über dem Pazifik und sorgt weltweit für Veränderungen bei Wind, Luftdruck und Niederschlag sowie für höhere Temperaturen. Üblicherweise tritt El Niño alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert zwischen neun und zwölf Monate an.

In diesem Jahr wird die stärkste Ausprägung des Phänomens seit Beginn der Aufzeichnungen erwartet. Mittelamerika leidet bereits unter einer schweren Dürre. Panama sowie Honduras und El Salvador haben deshalb einen Notstand ausgerufen. 2023 hatte die Behörde des Panamakanals die täglichen Durchfahrten durch die Wasserstraße wegen El Niño auf 22 abgesenkt.

(A.Stefanowych--DTZ)

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