Deutsche Tageszeitung - Grenzverkehr zwischen Calais und Dover läuft weiterhin problemlos

Grenzverkehr zwischen Calais und Dover läuft weiterhin problemlos


Grenzverkehr zwischen Calais und Dover läuft weiterhin problemlos
Grenzverkehr zwischen Calais und Dover läuft weiterhin problemlos / Foto: ©

Der Grenzverkehr zwischen Calais in Frankreich und Dover in Großbritannien ist zu Beginn der ersten Arbeitswoche des neuen Jahres problemlos angelaufen. Es habe weder Staus noch sonstige Schwierigkeiten gegeben, teilten die Betreiber des Eurotunnels und des Hafens Calais am Montag mit. "Alles läuft sehr gut", sagte ein Sprecher des Tunnelbetreibers Getlink.

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Großbritannien war zum 1. Februar aus der EU ausgetreten, nach einer Übergangszeit von elf Monaten endete in der Nacht zu Freitag die Mitgliedschaft im EU-Binnenmarkt und der Zollunion. Seitdem passierten nach Angaben von Getlink knapp 3000 Lastwagen den Eurotunnel. "Nur zwei Lkw wurden zurückgewiesen", sagte der Getlink-Sprecher; die Fahrer seien aufgefordert worden, noch vor Ort die nötigen Formalitäten zu erledigen.

Auch im Hafen von Calais gab es keine Probleme, wie der stellvertretende Leiter Benoit Rochet sagte. Der Verkehr sei allerdings auch sehr gering - am Montag etwa sollten nur 21 Fähren ablegen, normalerweise seien es mehr als 30. Der Hafen rechne mit einer schrittweisen Belebung des Grenzverkehrs in den kommenden Tagen.

Der Präfekt der Region Haut-de-France, Michel Lalande, sprach am Montag von einem "eher gelungenen" Start. "Ich glaube, dass der Brexit, zumindest für die französischen Häfen, zumindest bislang, ein Erfolg ist." Der Staat und die vom Grenzverkehr zwischen Großbritannien und Frankreich betroffenen Unternehmen haben 40 Millionen Euro investiert, um den Grenzverkehr nach dem Brexit möglichst reibungslos zu regeln. Rund 700 Mitarbeiter zusätzlich wurden eingestellt.

Das Post-Brexit-Abkommen zwischen Großbritannien und der EU, das zahlreiche Handels- und Zollfragen regelt, war in letzter Minute am 24. Dezember vereinbart worden. Erstmals seit Jahrzehnten gibt es nun wieder Grenzkontrollen und viel Papierkram für die Speditionen.

Für die ersten Tage nach dem Brexit war aber schon im Vorfeld mit wenig Handelsverkehr gerechnet worden. Viele Unternehmen haben ihre Vorräte im Dezember aufgestockt, um Engpässe aufgrund der neuen Kontrollen im Januar zu umgehen.

(A.Stefanowych--DTZ)

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