Deutsche Tageszeitung - Sicherheitsprobleme bei Tesla-Autos festgestellt

Sicherheitsprobleme bei Tesla-Autos festgestellt


Sicherheitsprobleme bei Tesla-Autos festgestellt
Sicherheitsprobleme bei Tesla-Autos festgestellt / Foto: ©

Bei Modellen des Elektroautobauers Tesla sind in den USA Probleme mit der Sicherheitstechnik festgestellt worden. Die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA forderte das US-Unternehmen deshalb am Mittwoch in einem Brief auf, 158.000 Wagen in die Werkstätten zu holen. Die Behörde hatte nach eigenen Angaben bei diesen Autos einen Defekt am Bordcomputer entdeckt. Dieser habe zur Folge, dass die Rückfahrkamera und andere Sicherheitseinrichtungen nicht richtig funktionieren.

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Betroffen von dem Defekt sind laut NHTSA die Limousinen des Modells S aus den Jahren 2012 bis 2018 sowie geländegängige Wagen des Modells X aus den Jahren 2016 bis 2018. Tesla ist nicht verpflichtet, der Aufforderung der Behörde nachzukommen. Will das Unternehmen die Wagen nicht zurückrufen, muss es der NHTSA aber bis zum 27. Januar eine Begründung vorlegen.

Der Verkehrssicherheitsbehörde zufolge kann der Defekt am Bordcomputer dazu führen, dass der Touchscreen sich abschaltet. Die Bilder aus der Rückfahrkamera sind dann nicht mehr zu sehen - "das Risiko eines Unfalls steigt, was Verletzungen oder Tod zur Folge haben könnte".

Der Anteil defekter Bordcomputer sei diesmal "deutlich größer als in ähnlichen vorherigen Untersuchungen, betonte die NHTSA. Tesla solle daher alle Eigentümer, Käufer und Händler warnen und "Abhilfe schaffen".

Die Rückruf-Aufforderung durch die Aufsichtsbehörde kommt mitten in einer Phase, in der Tesla einen außergewöhnlichen Aufschwung an der Börse erlebt. Inzwischen ist das Unternehmen des Hightech-Pioniers Elon Musk trotz der bislang vergleichsweise geringen Produktionszahlen an der Börsen mehr wert als die Konkurrenten General Motors, Ford, Toyota, Honda, Fiat Chrysler und Volkswagen zusammen. 158.000 Autos sind fast ein Drittel der 2020 insgesamt verkauften Tesla-Modelle.

(W.Uljanov--DTZ)

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