Deutsche Tageszeitung - Verband: Bierabsatz in Deutschland in Corona-Pandemie dramatisch eingebrochen

Verband: Bierabsatz in Deutschland in Corona-Pandemie dramatisch eingebrochen


Verband: Bierabsatz in Deutschland in Corona-Pandemie dramatisch eingebrochen
Verband: Bierabsatz in Deutschland in Corona-Pandemie dramatisch eingebrochen / Foto: ©

Der Absatz der deutschen Bierbrauer ist in der Corona-Pandemie dramatisch eingebrochen. Immer mehr mittelständische und handwerkliche Brauereien meldeten drastische und nicht selten existenzbedrohende Umsatzeinbrüche, teilte der Deutsche Brauer-Bund (DBB) am Montag mit. "Die Situation ist dramatisch und in der Nachkriegszeit ohne Beispiel", erklärte DBB-Hauptgeschäftsführer Holger Eichele. Besonders schwer betroffen seien Brauereien mit einem großen Gastronomie- und Veranstaltungsangebot.

Textgröße ändern:

In einer aktuellen Branchenumfrage unter mehr als 80 Brauereien habe das Gros der befragten Betriebe massive Umsatzeinbrüche beklagt, heißt es in der DBB-Mitteilung. Im Mittel hätten die befragten Brauereien mit Bier und Biermischgetränken im vergangenen Jahr 23 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahr. In Einzelfällen betrugen die Einbußen demnach bis zu 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nur sehr wenige Brauereien, die ihre Biere überwiegend oder ausschließlich über den Handel anbieten, hätten 2020 ihr Vorjahresniveau halten können.

Absatzrückgänge von 50 Prozent und mehr beklagten laut DBB vor allem kleinere Betriebe mit bis zu 30 Mitarbeitern, die meist überdurchschnittlich stark vom ausbleibenden Gastronomie-Absatz und der Absage von Festveranstaltungen betroffen waren.

Repräsentativ ist das Ergebnis der DBB-Umfrage nicht. Wie stark der in Hektolitern bemessene Bierabsatz bundesweit eingebrochen ist, wird die Jahresmeldung des Statistischen Bundesamtes zeigen, die Ende Januar veröffentlicht werden soll.

Der DBB berichtete von großen Zukunftsängsten in der Branche. 91 Prozent der Betriebe befürchten demnach den Verlust zahlreicher Absatzstätten durch eine Pleitewelle im Gastgewerbe. Viele kritisierten die von Bund und Ländern beschlossenen Hilfsmaßnahmen als unzureichend.

Angesichts der engen Verbindung zum Gastgewerbe forderten sie der Gastronomie ähnliche Unterstützung für die Braubranche. Auch hätten sich viele der befragten Brauereien für eine Wiederherstellung der alten Biersteuermengenstaffel sowie eine Verstetigung der Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie ausgesprochen.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Justizministerin Hubig rechnet mit Mietrechtsreform noch in diesem Jahr

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) rechnet mit Änderungen im Mietrecht zum Schutz von Mieterinnen und Mietern noch in diesem Jahr. "Ich gehe schon davon aus, dass wir das auf jeden Fall in diesem Jahr durchhaben", sagte Hubig am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Wenn es gut laufe, sei ein Abschluss "bis zur Sommerpause" möglich.

Elektroindustrie verzeichnet deutliches Auftragsplus zum Jahresende

Die Unternehmen der deutschen Elektro- und Digitalindustrie haben zum Jahresende ein deutliches Auftragsplus verzeichnet. Im Dezember legten die Bestellungen um 17,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu, wie der Branchenverband ZVEI am Montag mitteilte. Über das Gesamtjahr gingen damit demnach 6,0 Prozent mehr Bestellungen ein.

US-Astronautin nimmt Plüschhasen ihrer kleinen Tochter mit ins All

Die US-Astronautin Jessica Meir will einen Plüschhasen ihrer kleinen Tochter zur Internationalen Raumstation ISS mitnehmen. "Ich habe einen kleinen Stoffhasen, der meiner dreijährigen Tochter gehört", verriet die Astronautin, die am Mittwoch mit der Crew-12 ins All starten soll, am Sonntag bei einer Pressekonferenz. Ihre Tochter habe noch einen zweiten Hasen geschenkt bekommen, der "hier unten bei ihr bleiben wird". Der andere werde auf der ISS "ständig Abenteuer" erleben und Fotos nach Hause schicken.

Prognosen: Regierungskoalition in Japan gewinnt Zweidrittelmehrheit

Bei der Parlamentswahl in Japan hat die Regierungskoalition von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi Prognosen zufolge einen klaren Sieg eingefahren. Laut einer am Sonntag nach Schließung der Wahllokale vom Sender NHK veröffentlichten Prognose errang die Koalition mindestens zwei Drittel der Sitze im Unterhaus.

Textgröße ändern: