Deutsche Tageszeitung - Google zahlt nach Diskriminierungsvorwürfen 3,8 Millionen Dollar

Google zahlt nach Diskriminierungsvorwürfen 3,8 Millionen Dollar


Google zahlt nach Diskriminierungsvorwürfen 3,8 Millionen Dollar
Google zahlt nach Diskriminierungsvorwürfen 3,8 Millionen Dollar / Foto: ©

Der Internetkonzern Google hat nach Diskriminierungsvorwürfen von Frauen und Asiaten einer Entschädigungszahlung von 3,8 Millionen Dollar (3,15 Millionen Euro) zugestimmt. Der Großteil des Geldes werde genutzt, um 2565 Ingenieurinnen zu entschädigen, bei denen Lohndiskriminierung festgestellt wurde, erklärte das US-Arbeitsministerium am Montag. Außerdem würden knapp 3000 Frauen oder Menschen asiatischer Herkunft entschädigt, denen eine solche Stelle verwehrt blieb.

Textgröße ändern:

Bei routinemäßigen internen Überprüfungen seien Diskriminierungen entdeckt worden, erklärte Google. "Wir glauben, dass jeder nach der Arbeit bezahlt werden sollte, die er leistet, und nicht danach, wer er ist", sagte eine Google-Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. Google kündigte an, seine Richtlinien zu überarbeiten.

Nach Angaben des Arbeitsministeriums ergab eine Untersuchung Lohnunterschiede in den Google-Zentren im kalifornischen Silicon Valley und im Bundesstaat Washington im Nordwesten der USA. Es seien auch "Unterschiede in den Einstellungsquoten" gefunden worden, die für weibliche und asiatische Kandidaten ungünstig waren.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

"Wunderschöner Anblick": Artemis-Crew hat Hälfte der Strecke zum Mond zurückgelegt

Die Astronauten der Artemis-2-Mission haben mehr als die halbe Strecke zum Mond zurückgelegt und einen fantastischen Blick auf den Erdtrabanten wie auch die Erde. "Wir können den Mond gerade aus der Luke sehen, es ist ein wunderschöner Anblick", sagte die US-Astronautin Christina Koch am Samstagmorgen (MESZ) während einer Live-Übertragung der Nasa. Die US-Raumfahrtbehörde veröffentlichte derweil faszinierende Aufnahmen von der Erde, die von der Orion-Raumkapsel aus aufgenommen wurden.

Deutschland und weitere Länder fordern EU zu Prüfung von Übergewinnsteuer auf

Deutschland und vier andere europäische Staaten haben die EU aufgefordert, Maßnahmen für eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne zu prüfen. Eine solche sei bereits 2022 als Notfallreaktion auf hohe Energiepreise genutzt worden, heißt es in einem Brief an EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra, welcher der Nachrichtenagentur AFP am Samstag vorlag. "Angesichts der derzeitigen Marktverzerrungen und finanzpolitischen Zwänge" sollte die Europäische Kommission nun "zügig" ein ähnliches EU-weites Instrument ausarbeiten.

ADAC: Neue Preisregel für Tankstellen hat Preisniveau nicht reduziert

Der ADAC hat nach knapp drei Tagen ein vorläufiges negatives Fazit zu der von der Bundesregierung eingeführten Preisregel für Tankstellen gezogen. "Aus Sicht des ADAC hat die Umstellung auf das sogenannte Österreich-Modell das hohe Preisniveau nicht reduziert", erklärte der Club am Freitag. "Stattessen hat es die Entwicklung nach oben eher befördert."

DIHK: Jeder sechste Industriebetrieb verdient durch Verteidigungsindustrie

Jeder sechste Industriebetrieb in Deutschland ist nach Angaben der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) bereits in die Wertschöpfungskette der Verteidigungsindustrie eingebunden. Besonders hoch sei der Anteil mit 36 Prozent im Fahrzeugbau, zitierte die "Wirtschaftswoche" am Freitag aus einer Sonderauswertung der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage. Demnach sehen fast ein Drittel der befragten Industrieunternehmen Chancen für das eigene Geschäftsmodell in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.

Textgröße ändern: