Deutsche Tageszeitung - Shell macht Jahresverlust von fast 22 Milliarden Dollar

Shell macht Jahresverlust von fast 22 Milliarden Dollar


Shell macht Jahresverlust von fast 22 Milliarden Dollar
Shell macht Jahresverlust von fast 22 Milliarden Dollar / Foto: ©

Von hohen Milliardenverlusten bei den großen Ölkonzernen ist auch der niederländisch-britische Energieriese Shell betroffen. Nachdem zuletzt bereits der britische BP-Konzern und Exxon Mobil aus den USA tiefrote Geschäftszahlen für das Corona-Jahr 2020 verkündet hatten, vermeldete Shell am Donnerstag einen Jahresverlust von 21,7 Milliarden Dollar (rund 18,1 Milliarden Euro). Grund für die heftigen Einbußen der Ölkonzerne ist vor allem die in der Pandemie deutlich gesunkene Nachfrage nach dem Rohstoff.

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2019 hatte Shell noch einen Gewinn von 15,8 Milliarden Dollar verbucht. 2020 sei ein "außergewöhnliches Jahr" gewesen, erklärte Konzernchef Ben van Beurden. Dabei habe das Unternehmen "harte, aber entschiedene" Schritte eingeleitet, fügte er mit Blick auf die bereits angekündigte Streichung von bis zu 9000 Stellen hinzu, mit der Shell die Kosten senken will.

Konkurrent BP, bei dem rund 10.000 Jobs auf der Streichliste stehen, hatte am Dienstag einen Jahresverlust von 20,3 Milliarden Dollar vermeldet. Exxon Mobil verbuchte für 2020 ein Minus von 22,4 Milliarden Dollar, bei Chevron aus den USA beläuft sich der Verlust auf 5,5 Milliarden Dollar.

Vor allem im Frühjahr des vergangenen Jahres war wegen der in vielen Ländern verhängten Lockdown-Maßnahmen die Nachfrage nach Erdöl drastisch zurückgegangen, was wiederum den Preis auf ein historisches Tief absinken ließ. Anfang April rutschte der Ölpreis sogar in den negativen Bereich. Zuletzt erholte er sich wieder und liegt derzeit bei über 50 Dollar pro Barrel - zum einen wegen der in den Corona-Impfstoff gesetzten Hoffnungen auf eine Entspannung der Wirtschaft, zum anderen, weil die erdölproduzierenden Länder ihre Mengen reduzierten.

(A.Stefanowych--DTZ)

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