Deutsche Tageszeitung - Beschäftigte der westdeutschen Textil- und Modeindustrie bekommen mehr Geld

Beschäftigte der westdeutschen Textil- und Modeindustrie bekommen mehr Geld


Beschäftigte der westdeutschen Textil- und Modeindustrie bekommen mehr Geld
Beschäftigte der westdeutschen Textil- und Modeindustrie bekommen mehr Geld / Foto: ©

Die rund 100.000 Beschäftigten der westdeutschen Textil- und Modeindustrie bekommen mehr Geld. Wie die Gewerkschaft IG Metall und die Arbeitgeber mitteilten, gelang nach langen Verhandlungen am frühen Dienstagmorgen die Einigung auf einen Tarifvertrag. Die Beschäftigten erhalten demnach in diesem Jahr eine steuer- und abgabefreie Corona-Prämie von 325 Euro sowie 2022 höhere Löhne.

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Die Löhne und Gehälter steigen demnach zum 1. Februar 2022 um 1,3 Prozent und zum 1. Oktober 2022 um weitere 1,4 Prozent. Ab 2022 wird außerdem das Urlaubsgeld um zwei Prozent erhöht. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 25 Monaten und läuft also bis Ende Februar 2023. Vereinbart wurden außerdem Aufstockungen bei der Altersteilzeit ab 2021 und den Beiträgen der Arbeitgeber für die Weiterbildung ab 2022.

Die Branche ist hart von der Corona-Krise und den damit verbundenen Schließungen getroffen. Die Beschäftigten hätten in der Krise "unter enormen Belastungen großartige Arbeit geleistet", erklärte IG-Metall-Verhandlungsführer Manfred Menningen. Der Tarifabschluss sei eine "Anerkennung für diesen Einsatz". Er würdigte zudem den "entschlossenen Einsatz" tausender Beschäftigter, die in der vergangenen Woche mit Streiks auf ihre Lage aufmerksam gemacht hatten.

Der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Markus Simon, sprach von einem "Abschluss der Vernunft und der Perspektive". Den Arbeitgebern sei bewusst, dass es noch "lange dauern wird, die Folgen der Corona-Pandemie zu überwinden". Der Tarifabschluss trage dem Rechnung.

(M.Dorokhin--DTZ)

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