Deutsche Tageszeitung - Digitaler Wohngipfel mit Merkel soll Bilanz bisheriger Wohnraumoffensive ziehen

Digitaler Wohngipfel mit Merkel soll Bilanz bisheriger Wohnraumoffensive ziehen


Digitaler Wohngipfel mit Merkel soll Bilanz bisheriger Wohnraumoffensive ziehen
Digitaler Wohngipfel mit Merkel soll Bilanz bisheriger Wohnraumoffensive ziehen / Foto: ©

Knapp zweieinhalb Jahre nach dem Wohngipfel im Kanzleramt will die Bundesregierung bei einem erneuten Gipfel eine Bilanz ihrer bisherigen Wohnraumoffensive ziehen. An dem "digitalen Bilanzgipfel" am Dienstag teilnehmen wird neben Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Für 11.00 Uhr ist eine Rede der Kanzlerin geplant.

Textgröße ändern:

Bei dem Gipfel im September 2018 war angesichts der in vielen Großstädten herrschenden Wohnungsknappheit eine gemeinsame Wohnraumoffensive vereinbart worden - unter anderem durch mehr Sozialwohnungen, mehr Wohngeld und mehr Entlastungen beim Bauen. Regierungssprecher Steffen Seibert hatte im Vorfeld des Gipfels diese Woche bereits eine "insgesamt positive Bilanz" der Wohnraumoffensive gezogen. Nun solle es auch darum gehen, weitere Perspektiven aufzuzeigen. Das Aktionsbündnis "Mietenstopp! Denn dein Zuhause steht auf dem Spiel" beklagt indes, dass die Lage auf dem Wohnungsmarkt auch wegen Einkommensverlusten für viele Menschen in der Corona-Krise weiter angespannt sei.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Rhein in den Niederlanden nahe deutscher Grenze mit historisch niedrigem Pegel

Wegen ausbleibenden Niederschlags hat der Wasserpegel des Rheins an der deutsch-niederländischen Grenze den niedrigsten jemals gemessenen Pegel erreicht. Am Messpunkt Lobith westlich von Emmerich in Nordrhein-Westfalen sei "noch nie" ein tieferer Wasserstand registriert worden, erklärte das niederländische Wasser- und Infrastrukturministerium am Donnerstag.

Atomstromproduktion in mehreren Ländern wegen niedriger Flusspegel unter Druck

Die Atomstromproduktion in mehreren europäischen Ländern ist wegen niedriger Pegelstände von Flüssen und deshalb fehlenden Kühlwassers stark unter Druck. In Rumänien sind zwei Reaktoren des Kraftwerks Cernavoda außer Betrieb, in Ungarn wurde die Leistung des Kernkraftwerks Paks gedrosselt. Auch in Frankreich wurden in dieser Woche Reaktoren wegen der hohen Temperaturen abgeschaltet.

Russland setzt Telegram-Chef Durow auf "Terroristen"-Liste

Russland hat den Chef des Onlinedienstes Telegram, Pawel Durow, auf eine schwarze Liste von "Terroristen und Extremisten" gesetzt. Der Name des 41-Jährigen war am Donnerstag in einem entsprechenden Register der russischen Finanzbehörde Rosfinmonitoring zu finden. Zur Begründung erklärte der russische Geheimdienst FSB, Telegram habe zugelassen, dass der ukrainische Geheimdienst die Plattform dazu nutzt, Russen für Angriffe auf die Infrastruktur zu gewinnen.

Ende des Tankrabatts: Inflation steigt im Juli auf voraussichtlich 2,8 Prozent

Die hohen Preise für Benzin und Diesel haben den Preisanstieg in Deutschland im Juli stark beschleunigt: Die Teuerung lag bei voraussichtlich 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Bis Juni hatte sich die Inflationsrate auf 2,3 Prozent verringert, ein gewichtiger Grund dafür war der staatliche Tankrabatt.

Textgröße ändern: