Deutsche Tageszeitung - Studie: Deutsche Premium-Marken dominieren zunehmend Pkw-Bestand in Deutschland

Studie: Deutsche Premium-Marken dominieren zunehmend Pkw-Bestand in Deutschland


Studie: Deutsche Premium-Marken dominieren zunehmend Pkw-Bestand in Deutschland
Studie: Deutsche Premium-Marken dominieren zunehmend Pkw-Bestand in Deutschland / Foto: ©

Die Begeisterung der Deutschen fürs Auto ist ungebrochen: Einer am Montag veröffentlichten Auswertung des Duisburger Center Automotive Research (CAR) zufolge waren Anfang dieses Jahres etwa 48,2 Millionen Pkw in Deutschland angemeldet, 6,5 Millionen oder knapp 16 Prozent mehr als noch 2010. Während VW sowie Audi, Mercedes und BMW seitdem zigtausend neue Autobesitzer hinzugewannen, fahren heute über eine Million Opel weniger auf Deutschlands Straßen.

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Der Fahrzeugbestand in der Bundesrepublik steigt seit Jahren kontinuierlich - und mit ihm die Pkw-Dichte: Mittlerweile kommen auf 1000 Einwohner hierzulande der CAR-Auswertung zufolge 580 Pkw; im Jahr 2010 waren es noch 510. Den stärksten Kundenzuwachs verzeichneten in der Zwischenzeit die Marken Skoda und VW: Für beide zählte das Forschungsinstitut Anfang dieses Jahres je etwa 1,4 Millionen mehr Autobesitzer in Deutschland als 2010.

"Nach wie vor bleibt VW das in Deutschland am stärksten vertretene Auto", erklärte CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer. Über zehn Millionen VW-Pkw waren demnach Anfang 2021 angemeldet. "Jeder fünfte Pkw auf unseren Straßen ist ein VW-Modell." Mit großem Abstand folgten laut CAR Mercedes (4,6 Millionen) und Opel (4,2 Millionen).

Während die deutschen Premium-Marken Mercedes, Audi und BMW im vergangenen Jahrzehnt zusammen einen Zuwachs von fast zwei Millionen Bestandsfahrzeugen in Deutschland verzeichneten, war Opel allerdings der große Verlierer: Im wachsenden Markt ging die Zahl der Opel-Modelle auf Deutschlands Straßen seit 2010 um rund 1,1 Millionen zurück. Allein im vergangenen Jahr umfasste der Bestandsrückgang 116.000 Opel-Pkw.

Die Rüsselsheimer Marke - inzwischen unter dem Dach des Automobilriesen Stellantis - liege nur "aufgrund vieler älterer Fahrzeuge noch auf dem dritten Platz", betonte Dudenhöffer. "Das dürfte sich in den nächsten Jahren aber ändern."

"Ein kleines Wunder" ist laut Autoexperte Dudenhöffer indes das Kult-Auto Trabi der Firma Sachsenring. Obwohl diese Geschichte ist, stieg die Zahl der zugelassenen Trabis in Deutschland von gut 37.100 Anfang 2020 auf knapp 38.200 zu Beginn dieses Jahres. "Scheinbar ist einigen der alten Zweitakter in den letzten Jahren ein kleines neues Leben eingehaucht worden", erklärte Dudenhöffer.

Das führte dazu, dass der deutsche Bestand an Sachsenring-Autos nicht nur bislang noch vor der Zahl zugelassener Tesla-Fahrzeuge (etwa 34.000) in Deutschland liegt. Auch ist laut Dudenhöffer die Chance, auf einen Trabi zu treffen, größer als auf ein Carsharing-Auto. Er verwies auf Angaben des Bundesverbandes Carsharing, wonach die Anbieter Anfang 2021 rund 26.200 Fahrzeuge in Deutschland im Bestand hatten.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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