Deutsche Tageszeitung - EU-Bankenaufsicht wird Opfer von Sicherheitslücke bei Microsofts Exchange

EU-Bankenaufsicht wird Opfer von Sicherheitslücke bei Microsofts Exchange


EU-Bankenaufsicht wird Opfer von Sicherheitslücke bei Microsofts Exchange
EU-Bankenaufsicht wird Opfer von Sicherheitslücke bei Microsofts Exchange / Foto: ©

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) in Paris ist Opfer der Sicherheitslücke in Microsofts E-Mail-Dienst Exchange geworden. Als "Vorsichtsmaßnahme" seien die Systeme abgeschaltet worden, erklärte die EBA. Ob womöglich Daten abflossen, ist demnach noch unklar. Bislang gebe es keine Hinweise darauf, erklärte die Behörde am Montag. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.

Textgröße ändern:

Microsoft hatte in der vergangenen Woche eine staatlich unterstützte chinesische Hackergruppe namens "Hafnium" für Angriffe auf seinen E-Mail-Dienst verantwortlich gemacht und Updates für Exchange veröffentlicht. Einem Bericht des Cybersicherheitsexperten Brian Krebs zufolge könnten allein in den USA 30.000 Organisationen und Unternehmen von dem "ungewöhnlich aggressiven" Hackerangriff betroffen sein.

Am Freitag hatte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BDI) dazu aufgerufen, "sofort" die von Microsoft bereitgestellten Patches einzuspielen. Zehntausende Exchange-Server in Deutschland seien nach Informationen des IT-Dienstleisters Shodan über das Internet angreifbar und mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits mit Schadsoftware infiziert, erklärte die Behörde.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Chinas Dieselausfuhren steigen auf Dreijahreshoch

China hat im September 1,85 Millionen Tonnen Diesel exportiert. Die Ausfuhren lagen 262,3 Prozent über dem Vorjahresmonat, nachdem Peking zuvor gelockerte Exportbeschränkungen wirksam werden ließ.

Airbus verlangt Schlüsselrolle bei Europas nächstem Kampfflugzeug

Nach dem Scheitern von FCAS sucht Deutschland Partner für ein Kampfflugzeug der sechsten Generation. Airbus-Verteidigungschef Michael Schöllhorn fordert einen substanziellen deutschen Industrieanteil und nennt Großbritannien, Italien und Schweden als Optionen.

Wohnungsnot in Portugal: Protestcamp in Lissabon errichtet

In der portugiesischen Hauptstadt Lissabon ist - wie bereits in der spanischen Hauptstadt Madrid - ein Protestcamp gegen die Wohnungskrise errichtet worden. Nach einer Demonstration versammelten sich am Samstagabend hunderte Protestierer auf dem Rossio-Platz in Herzen von Lissabon und bauten dutzende Zelte auf, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

Hunderttausende Teilnehmer und heftige Zusammenstöße bei Protesttag in Frankreich

Hunderttausende Teilnehmer, Gebäude in Flammen, Tränengasschwaden und dutzende Festnahmen: Am landesweiten Protesttag gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem ist es zu heftigen Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Nach Angaben der Organisatoren gingen am Samstag rund 800.000 Menschen im ganzen Land auf die Straße. Von Marseille bis Lille kam es dabei zu Ausschreitungen, mehr als 272 Menschen wurden festgenommen. In Saint-Etienne verlor erneut ein Demonstrant durch eine Polizeigranate seine Hand.

Textgröße ändern: