Deutsche Tageszeitung - Norilsk Nickel hat Rekordstrafe für Ölpest in der Arktis beglichen

Norilsk Nickel hat Rekordstrafe für Ölpest in der Arktis beglichen


Norilsk Nickel hat Rekordstrafe für Ölpest in der Arktis beglichen
Norilsk Nickel hat Rekordstrafe für Ölpest in der Arktis beglichen / Foto: ©

Das russische Bergbauunternehmen Norilsk Nickel hat die Rekordstrafzahlung für das verheerende Öl-Unglück in der russischen Arktis beglichen. Der Konzern teilte am Mittwoch mit, die komplette Summe von 146,2 Milliarden Rubel (rund 1,66 Milliarden Euro) gezahlt zu haben. Die Strafe werde wegen der Umweltschäden gezahlt, die das Unglück angerichtet habe, erklärte das Unternehmen weiter.

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Ende Mai 2020 waren aus einem Kraftwerkstank einer Konzern-Tochter im sibirischen Norilsk 21.000 Tonnen Dieselöl ausgelaufen und hatten weite Strecken des Flusses Ambarnaja sowie den 70 Kilometer langen Pjasino-See verschmutzt. Laut Umweltschützern handelte es sich bei dem Unglück in Norilsk um den schlimmsten derartigen Unfall in der Arktis überhaupt.

Anfang Februar verurteilte ein Gericht Norilsk Nickel, einen der größten Förderer von Palladium und Nickel weltweit, zur Zahlung der Strafe. Das Bergbauunternehmen ging dagegen nicht in Berufung, sondern akzeptierte schließlich die volle Summe. Noch vor dem Urteil hatte Norilsk Nickel erklärt, die Kosten für die Säuberungsarbeiten zu tragen, die Strafe aber als zu hoch eingestuft. Das Unternehmen überarbeitete im Zuge der Katastrophe nach eigenen Angaben seine Strategie zum Schutz der Umwelt.

(W.Uljanov--DTZ)

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