Deutsche Tageszeitung - Wirtschaftsweise korrigieren BIP-Prognose 2021 auf 3,1 Prozent nach unten

Wirtschaftsweise korrigieren BIP-Prognose 2021 auf 3,1 Prozent nach unten


Wirtschaftsweise korrigieren BIP-Prognose 2021 auf 3,1 Prozent nach unten
Wirtschaftsweise korrigieren BIP-Prognose 2021 auf 3,1 Prozent nach unten / Foto: ©

Die Corona-Pandemie hat Deutschland weiter fest im Griff - allerdings geben Impfungen und eine mögliche Öffnung der Wirtschaft Anlass zur Hoffnung: Die sogenannten Wirtschaftsweisen rechnen 2021 daher mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,1 Prozent. Im Herbst waren sie noch von 3,7 Prozent ausgegangen. Für das erste Quartal dieses Jahres erwarten sie allerdings angesichts der andauernden Einschränkungen und weiterhin hohen Infektionszahlen einen Rückgang um 2,0 Prozent.

Textgröße ändern:

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung rechnet außerdem damit, dass die deutsche Wirtschaft zum Jahreswechsel 2021/22 wieder Vorkrisenniveau erreicht, wie seine Mitglieder am Mittwoch erklärten. Für das Jahr 2022 prognostiziert das Gremium ein Wachstum von 4,0 Prozent. Die Inflationsrate wird im laufenden Jahr nach Einschätzung der Wirtschaftsweisen im Schnitt 2,1 Prozent betragen - schon zum Jahresbeginn waren die Verbraucherpreise wieder stärker gestiegen.

"Das größte Risiko für die Konjunktur in Deutschland stellt eine mögliche dritte Infektionswelle dar, und zwar dann, wenn sie zu Einschränkungen oder gar Betriebsschließungen in der Industrie führen würde", erklärte Volker Wieland, Mitglied des Sachverständigenrates. Denn die Industrie ist demnach anders als personennahe Dienstleistungen wirtschaftlich gut aufgestellt. Zudem hängt es vom Fortschritt bei den Impfungen ab, wie schnell sich die Wirtschaft normalisieren kann.

Die Bundesregierung hatte in ihrem Jahreswirtschaftsbericht kürzlich für 2021 ein Wachstum von 3,0 Prozent prognostiziert. Damit war sie deutlich von ihrer Prognose im Herbst abgerückt - damals rechnete sie noch mit einem Plus von 4,4 Prozent.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Wohnungsnot in Portugal: Protestcamp in Lissabon errichtet

In der portugiesischen Hauptstadt Lissabon ist - wie bereits in der spanischen Hauptstadt Madrid - ein Protestcamp gegen die Wohnungskrise errichtet worden. Nach einer Demonstration versammelten sich am Samstagabend hunderte Protestierer auf dem Rossio-Platz in Herzen von Lissabon und bauten dutzende Zelte auf, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

Hunderttausende Teilnehmer und heftige Zusammenstöße bei Protesttag in Frankreich

Hunderttausende Teilnehmer, Gebäude in Flammen, Tränengasschwaden und dutzende Festnahmen: Am landesweiten Protesttag gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem ist es zu heftigen Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Nach Angaben der Organisatoren gingen am Samstag rund 800.000 Menschen im ganzen Land auf die Straße. Von Marseille bis Lille kam es dabei zu Ausschreitungen, mehr als 272 Menschen wurden festgenommen. In Saint-Etienne verlor erneut ein Demonstrant durch eine Polizeigranate seine Hand.

Protesttag in Frankreich: Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei

Bei einer Großdemonstration in Paris im Rahmen eines landesweiten Protesttags gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem ist es am Samstagmittag zu heftigen Zusammenstößen zwischen der Polizei und den Protestierenden gekommen. Am Platz der Republik setzten die Beamten mehrfach Tränengas ein, während die Demonstranten Feuerwerkskörper zündeten, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP beobachtete.

Fast zwei Billionen: US-Neuverschuldung steigt unter Trump auf Fünf-Jahres-Hoch

Die Neuverschuldung der USA ist trotz der von Präsident Donald Trump angekündigten Ausgabenkürzungen auf den höchsten Stand seit 2021 gestiegen. Im Haushaltsjahr 2026, das Ende September endete, betrug das Defizit 1,99 Billionen Dollar und damit zwölf Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Finanzministerium am Freitag in Washington mitteilte.

Textgröße ändern: