Deutsche Tageszeitung - Vergleichsportal: Handyempfang an Wanderwegen oft unzureichend

Vergleichsportal: Handyempfang an Wanderwegen oft unzureichend


Vergleichsportal: Handyempfang an Wanderwegen oft unzureichend
Vergleichsportal: Handyempfang an Wanderwegen oft unzureichend / Foto: ©

Wanderer in Deutschland haben oftmals schon zum Beginn ihrer Tour schlechten oder gar keinen Mobilfunkempfang. An fast jedem zweiten Startpunkt der 28 "schönsten Wanderwege Deutschlands" machte Verivox Verbindungsprobleme bei mindestens einem der drei großen Netzanbieter aus. Das geht aus einer Untersuchung des Vergleichsportals hervor, die AFP am Samstag vorlag. Die Abdeckung reiche "von gar keinem Netz bis hin zu 5G-Highspeed".

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Verivox untersuchte nach eigenen Angaben die Netzverfügbarkeit an den Startpunkten von 28 Tagesrouten in elf Bundesländern. Die Wanderwege waren demnach bei der Leserwahl der Fachzeitschrift "Wandermagazin" entweder 2020 ausgezeichnet oder für 2021 nominiert worden. Das Vergleichsportal nutzte die Netzabdeckungskarten von Telekom, Vodafone und Telefónica sowie Daten der Bundesnetzagentur.

Das Ergebnis: An 13 Standorten haben Nutzer in mindestens einem Netz kein mobiles Internet im LTE-Standard 4G. In zehn dieser Fälle "ist praktisch gar kein Datennetz vorhanden" und die Betroffenen fallen in den jahrzehntealten Netzstandard 2G zurück, der meist nur das Telefonieren zulässt, wie Verivox mitteilte. "Auf den restlichen drei Wegen gibt es zum Start bei der Telekom oder Telefónica gar kein Netz", kritisierte das Portal.

Einzig Vodafone-Kunden haben der Untersuchung zufolge an allen untersuchten Orten mindestens 2G-Empfang. Allerdings bedeutet dieser Netzstandard hier: überhaupt kein mobiles Internet.

"Noch immer ist die Erschließung abgelegener Regionen für die Netzbetreiber kaum wirtschaftlich oder wird durch lange Genehmigungsverfahren ausgebremst", erklärte Verivox. Vor diesem Hintergrund könne jedoch die geplante gemeinsame Nutzung von Antennenstandorten dabei helfen, Netzlücken schneller zu schließen.

Den Angaben zufolge ist die LTE-Abdeckung "an Startpunkten mit flacher Topografie" - etwa in der Lüneburger Heide oder im Brandenburger Seenland - eher gewährleistet als an prämierten Strecken im waldreichen Rheinland-Pfalz oder in Bayern.

Immerhin: An zwölf Startpunkten bietet laut Verivox mindestens ein Unternehmen bereits den schnelleren 5G-Netzstandard an. Doch "im Routenverlauf kann die Netzabdeckung schlechter sein, da die Strecken häufig in wenig ausgebauten Regionen abseits von Städten oder Verkehrswegen liegen". Das Portal riet Wanderern, Karten und Routeninfos vorab herunterzuladen oder auf Navigations-Apps mit Satellitendaten zu setzen. Außerdem gehöre ein Ersatzakku oder eine Powerbank in den Rucksack.

(N.Loginovsky--DTZ)

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