Deutsche Tageszeitung - Einigung in Metall-Tarifverhandlungen im Südwesten

Einigung in Metall-Tarifverhandlungen im Südwesten


Einigung in Metall-Tarifverhandlungen im Südwesten
Einigung in Metall-Tarifverhandlungen im Südwesten / Foto: ©

Nach dem Pilotabschluss in der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen gibt es auch eine Einigung für den Südwesten: Die Arbeitgeber in Baden-Württemberg, Südwestmetall, und die IG Metall einigten sich am Dienstagabend nach rund achtstündigen Tarifverhandlungen auf einen Abschluss, wie beide Seiten mitteilten. Demnach wurde der Pilotabschluss "materiell" übernommen, es wurden jedoch "etliche" eigene Regeln für die regionalen Besonderheiten des Tarifgebiets vereinbart.

Textgröße ändern:

So soll es auch für die Beschäftigten im Südwesten 2021 eine Corona-Prämie von 500 Euro geben, 2022 gibt es dann den sogenannten Transformationsbeitrag in Höhe von 18,4 Prozent eines Monatsentgelts. Im Jahr 2023 steigt diese jährliche Sonderzahlung auf 27,6 Prozent des Gehalts. Betriebe mit niedriger Rendite werden entlastet. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 21 Monate.

Die Arbeitgeber bezeichneten den Tarifabschluss als "weitsichtig und fair für beide Seiten". Er sei für die Betriebe eine "noch vertretbare Kostenbelastung" und die Beschäftigten erhielten "in bewegten Zeiten des Umbruchs eine Perspektive und mehr Sicherheit".

Die Tarifparteien vereinbarten für die Betriebe in Baden-Württemberg zudem eine variable Gestaltung des Weihnachtsgeldes - dies kann bei schlechter wirtschaftlicher Lage halbiert und bei guter Lage aufgestockt werden.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

US-Unternehmen bauen im Juli Arbeitsplätze ab

In den USA haben Unternehmen im Juli mehr Arbeitsplätze abgebaut als neue geschaffen. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sank im vergangenen Monat um 23.000, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Gleichzeitig korrigierte es seine Zahlen für Mai und Juni kräftig nach unten. Insgesamt waren im Juli 6,9 Millionen Menschen in den USA arbeitslos.

Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan schließen inmitten von Iran-Krieg Verteidigungsabkommen

Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan haben angesichts des Iran-Kriegs und seiner Folgen einen Verteidigungspakt geschlossen. In einer gemeinsamen Erklärung gaben die drei Länder am Freitag die Unterzeichnung des "Gemeinsamen Verteidigungsabkommens von Mekka" bekannt. Das pakistanische Außenministerium erklärte, mit dem Pakt werde ein Angriff auf ein Mitglied als Angriff auf alle angesehen. Das Abkommen ist demnach "darauf ausgerichtet, die kollektive Abschreckung zu stärken".

Nationaler Sicherheitsrat mit Merz tagt zu Drohnenvorfall in Leipzig

Wegen des Drohnenvorfalls am Leipziger Flughafen hat die Bundesregierung am Freitag den Nationalen Sicherheitsrat einberufen. Die Beratungen fanden unter Vorsitz von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) telefonisch statt, wie Regierungssprecher Stefan Kornelius mitteilte. "Wegen der besonderen Bedeutung des Falles" hatte am Donnerstagabend bereits die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen in dem Fall übernommen.

Ein Viertel der Reisenden in Deutschland lässt sich Ziele von der KI vorschlagen

Wer einen Urlaub plant, lässt sich nicht nur bei Routenplanung oder der Suche nach einer Unterkunft von der Künstlichen Intelligenz (KI) helfen - sondern mittlerweile auch bei der Suche nach einem Urlaubsziel. In einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Digitalverbands Bitkom sagte ein Viertel der befragten Menschen, die Urlaubsreisen machen, sie griffen bei der Wahl eines Urlaubsziels auf die KI zurück. Zwei Drittel (65 Prozent) gaben an, sie seien offen für KI-Vorschläge, wohin es gehen soll.

Textgröße ändern: