Deutsche Tageszeitung - Neuseeland will Banken zur Klima-Transparenz verpflichten

Neuseeland will Banken zur Klima-Transparenz verpflichten


Neuseeland will Banken zur Klima-Transparenz verpflichten
Neuseeland will Banken zur Klima-Transparenz verpflichten / Foto: ©

Im Kampf gegen den Klimawandel will Neuseeland als weltweit erstes Land Banken und Versicherungen dazu verpflichten, die Auswirkungen ihrer Investitionen auf die Umwelt offenzulegen. Handelsminister David Clark begründete den Vorstoß damit, dass es wichtig sei, "dass uns jeder Teil von Neuseelands Wirtschaft dabei hilft, Emissionen zu senken". Die Regelung solle sicherstellen, dass Finanzinstitute gegen Klimarisiken "letztendlich handeln".

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Wenn das bereits am Montag auf den Weg gebrachte Gesetz verabschiedet ist, sollen jährliche Klimaberichte für die Institute ab 2023 verpflichtend sein. Der für den Klimawandel zuständige Minister James Shaw erklärte, künftig sollten Investitionen, die mit einem hohen Ausstoß von Treibhausgasen in Verbindung stehen, weniger attraktiv werden. "Wir können einfach nicht klimaneutral bis 2050 werden, wenn der Finanzsektor nicht weiß, welche Auswirkungen seine Investitionen auf das Klima haben." Mit dem Gesetz würden die Themen Klimarisiken und Widerstandsfähigkeit gegen die Folgen der Erderwärmung ins "Herz der Entscheidungsfindung" gebracht.

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern hat das Ziel ausgegeben, das Land bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu machen. Bis 2035 soll die gesamte Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen stammen.

(W.Uljanov--DTZ)

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