Deutsche Tageszeitung - Gewerkschaft beendet Tarifverhandlungen für Fleischwirtschaft ohne Ergebnis

Gewerkschaft beendet Tarifverhandlungen für Fleischwirtschaft ohne Ergebnis


Gewerkschaft beendet Tarifverhandlungen für Fleischwirtschaft ohne Ergebnis
Gewerkschaft beendet Tarifverhandlungen für Fleischwirtschaft ohne Ergebnis / Foto: ©

Nach drei ergebnislosen Tarifverhandlungen hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die Verhandlungen für die Beschäftigten der Fleischwirtschaft vorerst abgebrochen. Die NGG-Tarifkommission habe dies einstimmig entschieden, teilte die Gewerkschaft am Freitag in Hamburg mit. "Die Verhandlungen sind vorbei, aber die Beschäftigten noch wütender als vorher", erklärte NGG-Vize Freddy Adjan.

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Adjan warf großen Unternehmen wie Tönnies, Wiesenhof, Vion, Westfleisch und weiteren vor, mit Billiglöhnen und massivem Druck auf die Beschäftigten in ihren Schlachthöfen und Wurstfabriken weitermachen zu wollen. Ajan kündigte weitere Aktionen und Streiks an, nachdem es in den vergangenen Tagen mehr als 30 solcher Maßnahmen gegeben habe.

In einem von den Arbeitgebern gewünschten Sondierungsgespräch hätten diese am 17. April nur "Taschenspielertricks" vorgelegt, erklärte Adjan. Sie würden einen Einstiegslohn von 10,75 Euro pro Stunde und einen 45 Monate laufenden Tarifvertrag bieten. Die NGG fordert einen Mindestlohn von 12,50 Euro pro Stunde, eine Erhöhung dieses Mindestlohns auf 14 Euro nach kurzer Einarbeitungszeit und mindestens 17 Euro pro Stunde für Facharbeiter.

(A.Stefanowych--DTZ)

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