Deutsche Tageszeitung - "Spiegel": Frachtkunden sollen sich an Kosten für Blockade des Suez-Kanals beteiligen

"Spiegel": Frachtkunden sollen sich an Kosten für Blockade des Suez-Kanals beteiligen


"Spiegel": Frachtkunden sollen sich an Kosten für Blockade des Suez-Kanals beteiligen
"Spiegel": Frachtkunden sollen sich an Kosten für Blockade des Suez-Kanals beteiligen / Foto: ©

Nach der Havarie des Containerschiffs "Ever Given" im Suez-Kanal sollen sich die Eigentümer der transportierten Güter laut "Spiegel" anteilig an den Bergungskosten und möglichen Schadenersatzzahlungen beteiligen. Die Eigentümergesellschaft Shoei Kisen aus Japan habe die sogenannte Große Havarie angemeldet, berichtete der "Spiegel" am Freitag aus seiner aktuellen Ausgabe; das gehe aus einem Schreiben der beauftragten Londoner Anwaltskanzlei Richards Hogg Lindley hervor.

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Nach dem jahrhundertealten Verfahren "Große Havarie" müssen die Eigentümer des Schiffes und der Ladung gemeinschaftlich für Bergungskosten und weitere Schäden aufkommen. Das Schreiben der Anwaltskanzlei bekamen laut "Spiegel" auch mehrere deutsche Importeure mit Waren auf der "Ever Given". Sie wurden demnach aufgefordert, eine Sicherheitsleistung zu hinterlegen.

Die "Ever Given" war am 23. März in einen Sandsturm geraten und auf Grund gelaufen. Das 400 Meter lange Schiff steckte danach quer in dem engen Kanal fest, davor und dahinter stauten sich mehr als 400 Schiffe. Am 29. März gelang es, das Schiff freizuschleppen. Ägypten beschlagnahmte die "Ever Given" mitsamt rund 18.000 Containern Ladung. Die Kanalbehörde fordert 916 Millionen Dollar Schadenersatz. Die Eigner wollen laut "Spiegel" deutlich weniger zahlen.

(A.Stefanowych--DTZ)

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