Deutsche Tageszeitung - Kündigungswelle bei US-Softwarefirma nach Verbot politischer Gespräche

Kündigungswelle bei US-Softwarefirma nach Verbot politischer Gespräche


Kündigungswelle bei US-Softwarefirma nach Verbot politischer Gespräche
Kündigungswelle bei US-Softwarefirma nach Verbot politischer Gespräche / Foto: ©

Nach einem Verbot politischer Gespräche am Arbeitsplatz hat rund ein Drittel der Belegschaft eines US-Softwarkonzerns die Kündigung eingereicht. Die Kündigungswelle setzte ein, nachdem der Chef von Basecamp, Jason Fried, am Montag in einem Blogbeitrag neue Unternehmensrichtlinien verkündet hatte. Dazu zählte ein Verbot "gesellschaftlicher und politischer Diskussionen auf unserem Unternehmensaccount".

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Zudem sollten "bevormundende" Mitarbeiterboni wie Zuschüsse für Fitnessstudios oder Fortbildung, eingestellt werden, kündigte Fried an. Laut einer Erhebung verkündeten daraufhin rund 20 der 57 Basecamp-Mitarbeiter im Onlinedienst Twitter ihre Kündigung. Unter ihnen waren der Chef der Designabteilung, der Marketingchef und die Leiterin des Kundendienstes.

Unternehmenschef Fried hatte das Politik-Verbot damit begründet, politische Diskussionen hätten sich in jüngster Zeit zu einer "großen Ablenkung" von der Arbeit entwickelt: "Wir müssen keine tiefgreifenden gesellschaftlichen Probleme lösen, wir machen Software."

In den USA laufen seit Monaten erhitzte Debatten etwa über die Themen Rassismus, die Präsidentschaftswahl im vergangenen November oder die Rechte von Transgender.

(M.Dorokhin--DTZ)

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